Mittwoch, 29. Mai 2024

Neujahrsempfang in Bad Dürkheim: „Die Zukunft wird unsere Freundin sein“

19. Januar 2018 | Kategorie: Kreis Bad Dürkheim, Regional
2017 wurde Wurstmarkt-Geburtstag gefeiert. Foto: Pfalz-Express/Ahme

2017 wurde Wurstmarkt-Geburtstag gefeiert.
Foto: Pfalz-Express/Ahme

Bad Dürkheim. Neujahrsempfänge können auch ganz anders sein: In Bad Dürkheim hat Bürgermeister Christoph Glogger dies in der Salierhalle vor vollem Haus bewiesen.

Das Kulturbüro hatte sich nämlich ein in geheimnisvolles Licht getauchtes „Spiel mit dem Schicksal“ ausgedacht. Vergangenes, Zukünftiges – beleuchtet von drei Weisen, die auf unterhaltsame Art Rückblick und Ausblick auf das neue Jahr gaben.

Mittendrin in diesem, fast möchte man sagen, Theaterstück, Christoph Glogger, Bürgermeister, Manager und Akteur der Stadt Bad Dürkheim im zweiten Amtsjahr.

Natürlich durfte auch die musikalische Umrahmung nicht fehlen. Die kam traditionell wieder von der Stadtkapelle unter der Leitung von Alfred Hann.

„Die Zukunft wird unsere Freundin sein“ hatte Glogger schon vor zwei Jahren gesagt. Und auch jetzt setzt das Stadtoberhaupt zusammen mit den Beigeordneten Gerd Ester, Barbara Hoffmann und Heidi Langensiepen auf den Zusammenhalt und gemeinsame Stärken der Bürger, der Vereine und der Institutionen für eine gute Zukunft der Stadt Bad Dürkheim. Glogger begrüßte aus jedem Bereich entsprechende Personen.

Dem Stadtrat sagte Glogger herzlichen Dank für die „gute und zielgerichtete“ Zusammenarbeit im letzten Jahr.

Es folgte der Rückblick auf ein spannendes Jahr, in dem viele Projekte angepackt worden sind. Wie zum Beispiel das Comedy-Festival (es soll fortgesetzt werden), den zweiten Dürkheimer Advent („wir können Weihnachtsmarkt“), 600 Jahre Wurstmarkt („welch großartige und lebendige Tradition“). Wurstmarkt-Winzermeister Kurt Freund hat sein Amt an Helmut Darting übergeben; der langjährige Marktmeister Roland Poh wurde verabschiedet.

Dieser werde im Frühjahr auch als Leiter des Ordnungsamtes und der Bürgerdienste in Pension gehen, so Glogger. In der Personalia der Verwaltung gibt es weitere Änderungen.

Das Stadtmuseum hat zwei neue Ausstellungsbereiche eröffnet, das Neubaugebiet Fronhof II wurde fertig erschlossen. In der Gerberstraße wurde der erste Teil neu gestaltet und der Kreisel bei Zumstein eingeweiht.

Die Strom-und Gasnetze in Leistadt und Hardenburg wurden von den Stadtwerken übernommen; die Feuerwehr hat einen neuen Wehrleiter, nämlich Karlheinz Bayer.

Das Gondelbahn-Projekt ist endgültig gestorben. „Die Investoren haben mit Herzblut und unternehmerischem Sachverstand alle Möglichkeiten ausgelotet, auf der Grundlage einer fast 20 Jahre alten Planung und Genehmigung eine moderne Gondelbahn zu bauen.

Es hätte ein tolles Projekt werden können. Am Ende mussten sie eingestehen, dass die Risiken zu hoch sind und sich keine Rechtssicherheit für dieses Millionenprojekt herstellen ließe“, so Glogger.
Nun soll die Ruine der Talstation bis Mai 2018 abgerissen werden. „Die unendliche Geschichte wird ein Ende haben“.

Weise Frau an Glogger: „Weißt du, wie alles wird?“ Glogger kurz: „Nö“. Doch der Bürgermeister weiß schon, dass die Gesundheitsstadt Bad Dürkheim eine neue Therme mit Saunalandschaft bekommen wird, mit Dachterrasse, Fitnessbecken.

Er weiß auch, dass das Café Traubenkur umgebaut werden wird, dass es ein neues Kneippbecken geben wird und der Bereich zwischen Brunnenhaus und Salinenstraße umgebaut werden wird.

Für die Wellness-Einrichtung wird übrigens ein Name gesucht. Vorschläge nimmt das Büro für Tourismus entgegen, das seinen Standort an die neue Brunnenhalle verlegen wird.

Stichwort Barrierefreiheit: Bad Dürkheim möchte barrierefreie Tourismusregion werden durch eine gute Beschilderung von Wanderwegen und weiteren Angeboten. Freies WLAN in der Stadt soll „massiv“ ausgebaut werden. Und im Rathaus mache man sich langsam auf den Weg zur Verwaltung 4.0 in digitaler Form, berichtete der Bürgermeister.

„Ich halte es für wichtig, dass wir uns auch im Rathaus rechtzeitig mit neuen Technologien auseinandersetzen.

Nachhaltgkeit: Ein Klimaschutzkonzept, energetische Sanierung und ein Mobilitätskonzept werden Schwerpunktthemen in diesem Jahr in Bad Dürkheim sein.

Angedacht werden zum Beispiel 30er-Zonen, Einbahnstraßen, verkehrsberuhigte Zonen, ein Bürgerbus, Elektro-Ladestationen, Car-Sharing-Modelle, und , und, und….

Ein neuer Flächennutzungsplan soll erstellt werden. Zur Sprache kam die Erweiterung des Gewerbegebiets, eine Planfeststellung für die B271 und die Errichtung einer Wohngenossenschaft, die aus dem Wohnwege-Verein hervorgegangen ist.

Auch die Ortsteile stehen in der Betrachtung: so der Spielbergweg in Ungstein, die Ortsdurchfahrt in Leistadt, das Turnhallendach in Hardenburg, und der neue Parkplatz in Seebach.
Im Zuge des demografischen Wandels sind generationenverbindende Projekte wichtig („die Mischung muss stimmen“), die Jugend ist aufgerufen, sich in Jugendforen einzubringen. Dazu wird es einen Jugendkongress im Februar geben.

Bezahlbarer Wohnraum, gute Internetverbindungen und gute Angebote in Kindergärten und Schulen sollen junge Familien ansprechen.

Für gute Ideen ist man in Bad Dürkheim immer offen. Glogger lud deshalb dazu ein, nach dem offiziellen Teil des Empfangs bei Häppchen und Getränken Ideen zu den anstehenden Themen auf einer Pinwand aufzuschreiben. (desa)

Print Friendly, PDF & Email
Zur Startseite

Abonnieren Sie auch unseren Pfalz-Express-Kanal bei YouTube

Diesen Artikel drucken Diesen Artikel drucken

Kommentare sind geschlossen