Sonntag, 16. Februar 2020

Neue Wohnformen für ältere Menschen: „WohnPunkt RLP – Wohnen mit Teilhabe“ startet Projekt in Gommersheim

13. Februar 2020 | noch keine Kommentare | Kategorie: Kreis Südliche Weinstraße

Vertreter aus Gommersheim beim Gruppenbild mit Ministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler.
Foto: MSAGD.

Gommersheim. „WohnPunkt RLP – Wohnen mit Teilhabe“ nimmt 2020 in fünf ausgewählten Kommunen die Arbeit auf – unter anderem in der Gemeinde Gommersheim.

„Ein gutes Leben im Alter ist wichtig. Kleine ländliche Gemeinden werden hiermit beim Aufbau wohnortnaher Wohn-Pflege-Projekte für ältere Menschen unterstützt. So können Menschen auch im Alter weiterhin in vertrautem Umfeld leben, ohne auf notwendige Pflegeleistungen verzichten zu müssen“, betont Landrat Dietmar Seefeldt.

In Gommersheim hätten viele Gespräche und Informationsfahrten zu unterschiedlichen Wohnprojekten die Bürger bestärkt, ein Wohnprojekt für ältere Menschen zu realisieren. Zusammen mit den Nachbargemeinden Duttweiler, Geinsheim, Freimersheim, Böbingen und Freisbach, soll ein gemeinsames Wohnprojekt mit Begegnungsmöglichkeiten entwickelt werden, so die Idee hinter der Bewerbung der Gemeinde.

Nun wurden die Kooperationsvereinbarungen mit den neuen Initiativen unterzeichnet. „Gerade in kleinen Dörfern brauchen wir Wohn-Pflege-Angebote, die vor Ort entwickelt werden und so lokale Gegebenheiten in besonderem Maße berücksichtigen können“, sagte Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler.

„Die Bewohner haben damit die Möglichkeit in ihrem Dorf, nahe bei Angehörigen, Freunden und Nachbarn wohnen bleiben zu können – auch wenn der Unterstützungsbedarf steigt“. Das Land fördert diese neuen Wohnformen finanziell sowie durch Beratung und Prozessbegleitung.

Für „WohnPunkt RLP – Wohnen mit Teilhabe“ konnten sich in diesem Jahr Gemeinden mit bis zu 10.000 Einwohnern bewerben. Insgesamt hatten sich 16 Kommunen beworben.

Hintergrund

Das Projekt „WohnPunkt RLP“ wurde 2018 evaluiert und startet 2020 mit neuen Rahmenbedingungen. So wurde unter anderem der Beratungsprozess neu aufgestellt. Die Kommunen werden bei ihren Vorhaben intensiv begleitet und erhalten Unterstützung bei der Planung.

Dabei geht es zum Beispiel um die Bedarfsermittlung, den Standort, barrierefreien Umbau, sozialrechtliche Fragen und darum, wie die Einbindung in das Dorfleben organisiert werden kann. Vor Ort werden mit den Bürgern passende Lösungen entwickelt – unterstützt von einem Netzwerk von Experten. Am Ende des ersten Jahres der Begleitung steht dann ein ortsangepasster Vorschlag, mit dem die Kommune ihr Wohnprojekt für ältere Menschen umsetzen kann.

Beispiele für Wohnen mit Teilhabe können z.B. sein:
Wohn-Pflege-Gemeinschaften, Dorfmitteprojekte mit Tagespflege oder Betreuung, barrierefreies Wohnen oder Mehrgenerationenwohnen mit Teilhabe- und Unterstützungsangeboten.

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