
Die neuen Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger wurden im Rahmen eines Gottesdienstes in ihre neue Aufgabe entsandt. Foto: Klaus Landry
Speyer – Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger begleiten Menschen, die unvorhergesehene, extreme seelische Belastungen bewältigen müssen, zum Beispiel nach schweren Unfällen oder Katastrophen.
Darauf vorbereitet werden sie im Rahmen einer einjährigen Ausbildung.
17 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem Bistum Speyer und der Evangelischen Kirche der Pfalz haben den aktuellen Kurs erfolgreich absolviert, in einem ökumenischen Abschlussgottesdienst erhielten sie jetzt ihre kirchliche Beauftragung. Ebenfalls entsandt wurden zwei weitere Personen, die ihre Ausbildung außerhalb absolviert haben und sich jetzt mit ihrer Arbeit Speyer verpflichten.
In der Ausbildung standen Themen wie „Was brauchen Menschen in Notfällen?“, „Wie erleben Menschen Notfälle?“, „Welche Aufgabe habe ich im Kontext der Organisationsstrukturen von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst?“ und das Üben verschiedener Einsatzszenarien (u.a. Großschadenslagen oder Schulnotfälle) auf dem Plan. Die Kursteilnehmer beschäftigten sich auch mit dem Umgang mit besonderen Zielgruppen, darunter Kinder, Senioren oder Vermissende, ebenso wie mit den persönlichen Ängsten und Grenzen der künftigen Seelsorger und Seelsorgerinnen und ihren Aufgaben im Einsatz. Ein großer Baustein war aber auch die Trauerarbeit und der damit zusammenhängende Umgang mit schwierigen Gesprächssituationen.
Oberkirchenrat Claus Müller von der Evangelischen Kirche der Pfalz und Marianne Steffen, Leiterin der Abteilung „Besondere Seelsorgebereiche“ im Bistum Speyer, leiteten den ökumenischen Abschlussgottesdienst in der Seminarkirche St. German in Speyer. Außerdem wirkten Pfarrerin Anne Henning, Pfarrer Norman Roth und Polizei- und Notfallseelsorger Matthias Orth mit. Sie entsendeten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in ihre neue Aufgabe.
Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst vom Chor „Drum and Sing“ aus dem Protestantischen Dekanat Alsenz und Lauter unter der Leitung von Jutta Fries. (Johanna Haubert)
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