
Generalvikar Markus Magin spricht vor den Teilnehmern
© Bistum Speyer
Neustadt. Im Kloster Neustadt fand das dritte Vernetzungstreffen der Gremien statt, die sich im Bistum Speyer mit Aufarbeitung, Prävention und Intervention im Kontext sexualisierter Gewalt beschäftigen.
Im Fokus stand die Aufarbeitungsstudie von Prof. Dr. Sylvia Schraut, die gemeinsam mit ihrer Mitarbeiterin Benita Baum Einblicke in Studiendesign und Ergebnisse gab.
Die Studie untersucht Ursachen von Missbrauch im kirchlichen Kontext, um Präventionsmaßnahmen für die Zukunft zu verbessern.
Themen wie Machtstrukturen, veraltete Sexualmoral und der Umgang mit sexualisierter Gewalt in der Vergangenheit wurden diskutiert. Schraut betonte die Notwendigkeit, das Thema gesellschaftlich zu enttabuisieren und die Kirche als Vorreiterin zu positionieren. Die Studie soll helfen, Verwaltungsstrukturen zu reformieren und Prävention zu stärken.
Teilnehmer waren Vertreter des Betroffenenbeirats, der Unabhängigen Aufarbeitungskommission, unabhängige Ansprechpersonen, das Netzwerk Prävention sowie Mitarbeiter des Bischöflichen Ordinariats, des Rechtsamts und des Archivs.
Auch das Beratungsteam „Irritierte Systeme“ war vertreten, das derzeit Pfarreien und Einrichtungen unterstützt. Die Diskussionen umfassten die Thesen der Studie und persönliche Berichte von Betroffenen, die die Relevanz der Ergebnisse unterstrichen.
Vereinbarungen für die weitere Zusammenarbeit wurden getroffen, darunter die Entwicklung von Formaten wie Gesprächsrunden und Lesehilfen, um die Erkenntnisse umzusetzen. Der Betroffenenbeirat bot an, durch persönliche Begegnungen das Thema greifbarer zu machen.
Die Studie dient als Basis, um Aufarbeitung, Prävention und Intervention im Bistum Speyer weiterzuentwickeln. Ziel ist es, bestehende Strukturen zu überprüfen und die Bekämpfung sexualisierter Gewalt gemeinsam mit den Gremien voranzutreiben.
Die Präsentation von Prof. Dr. Sylvia Schraut und ihrem Team ist online verfügbar.

Prof. Dr. Sylvia Schraut stellt ihre Studie vor
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