Speyer – Das Bistum Speyer hat umfassend über seine Finanzen informiert. „In den vergangenen Monaten wurde deutlich, dass viele Gläubige ein höheres Maß an Einblick und Transparenz wünschen. Das Bistum Speyer trägt diesem Anliegen mit einer erweiterten Kommunikation zum Thema Bistumsfinanzen Rechnung“, erklärte Generalvikar Dr. Franz Jung.
Auf der Internetseite des Bistums Speyer wurden die Jahresabschlüsse, die externen Prüfbestätigungen und die aktuellen Wirtschaftspläne für die diözesanen Haushalte veröffentlicht.
„Der transparente Umgang mit den Bistumsfinanzen orientiert sich an den allgemeinen Standards der Wirtschaft, die durch das Handelsgesetzbuch festgelegt sind“, betonte Generalvikar Jung. Für jeden Haushalt bestehe ein eigenes Entscheidungs- und Kontrollgremium. Die ordnungsgemäße Verwaltung werde kontinuierlich überwacht.
Keine Rücklagen
„Die wirtschaftliche Lage ist weiterhin äußerst angespannt. Das Bistum verfügt über keine allgemeinen Rücklagen“, sagte Generalvikar Jung mit Blick auf den Haushaltplan des Bistums Speyer für das Jahr 2014.
Er hat ein Volumen von rund 135 Millionen Euro. Der größte Teil der Ausgaben fließt in die Pfarrgemeinden (39 Prozent), gefolgt von Ausgaben für die Bildungsarbeit (16 Prozent) und die Kindertagesstätten (13 Prozent). Für Bau- und Instandhaltungsmaßnahmen sind rund 12 Millionen Euro eingeplant. Davon sind rund 8 Millionen Euro für den Erhalt von Kirchen, Pfarrhäusern, Pfarrheimen und Kindertagesstätten in den Pfarrgemeinden bestimmt.
Diözesanökonom Peter Schappert, der die Hauptabteilung „Finanzen und Immobilien“ des Bischöflichen Ordinariats leitet, informierte über die Aufgaben, die Kontrollstrukturen, die Bilanzen und die Haushaltspläne des Bischöflichen Stuhls, des Domkapitels, der Pfarrpfründestiftung und der Emeritenanstalt. Die Pfarrpfründestiftung trägt zur Vergütung der Priester im aktiven Dienst bei.
Die Emeritenanstalt stellt die Versorgungsbezüge der Priester im Ruhestand sicher. Geistliche sind nicht im staatlichen System rentenversichert, daher gibt es die Emeritenanstalt als eigenständige Rentenkasse für Priester.
Das Bistum Speyer hat finanzielle Beteiligungen am „Gemeinnützigen Siedlungswerk Speyer GmbH“ und an der „Peregrinus GmbH“. Das Gemeinnützige Siedlungswerk ist eine nach dem Krieg gegründete Wohnungsbaugesellschaft, die heute vorrangig familien- und altersgerechte Eigenheime, Eigentumswohnungen und öffentlich geförderte Mietwohnungen errichtet. Die Peregrinus GmbH gibt die Speyerer Kirchenzeitung „Der Pilger“ heraus.
Zum Angebot gehören zudem Dienstleistungen im Bereich Medien und Kommunikation sowie Pilger- und Studienreisen in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Pilgerbüro. (is/red)

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