
Jens Stoltenberg.
Foto: dts Nachrichtenagentur
Brüssel – Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg warnt vor der wachsenden Bedeutung von militärischen Cyber-Auseinandersetzungen über das Internet und Computersysteme, dem sogenannten Cyber-Space.
„Es wird künftig keinen vorstellbaren Konflikt ohne Cyber-Dimension geben“, sagte Stoltenberg den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Die NATO bereite sich auf entsprechende Bedrohungen vor, sagte Stoltenberg und betonte jedoch: „Wir müssen aber noch mehr tun.“
Stoltenberg nannte die Cyber-Bedrohungen eine „ständige, große Gefahr“. Er sagte: „Bedroht sind zum Beispiel die kritische Infrastruktur, die Energieversorgung, der Finanzsektor, Krankenhäuser und demokratische Institutionen. Wir haben bereits viele Angriffe erlebt.“
Stoltenberg bekräftigte, dass solche Angriffe auf einen NATO-Mitgliedstaat zur kollektiven Verteidigung durch die NATO-Staaten führen könnten. „Die NATO hat beschlossen, dass Cyberattacken den Bündnisfall auslösen können – sie können so viel Schaden anrichten und Menschenleben kosten wie andere Angriffe.“ (dts Nachrichtenagentur)
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