
Symbolbild: Pixabay
Im vergangenen Jahr hatte eine Geldanlage in Schwellenländern noch größere Verluste als eine Anlage in Industrieländern gebracht. Der MSCI Emerging Markets Index hatte bis Ende Dezember 2022 ungefähr 20 Prozent verloren, was hinter den Aktien der Industrieländer lag.
Marktexperten führen dies auf Faktoren wie eine langsamere Weltwirtschaft, eskalierende politische Risiken, China’s Null-COVID-Politik und die schnellste geldpolitische Straffung der US-Notenbank Federal Reserve seit mehr als drei Jahrzehnten zurück. Trotzdem sehen viele Experten eine Geldanlage in Schwellenländern wieder als attraktiv an.
Tilmann Galler, Kapitalmarktstratege bei JP Morgan Asset Management, nennt als wichtige Katalysatoren für eine positivere Entwicklung von Schwellenländeraktien eine Pause der FED, das tatsächliche Ende von Null-COVID in China und nachlassende politische Risiken.
Südkorea? Taiwan? Welche Entwicklungen gibt es?
Die Meinung von Experten ist, dass Schwellenländer-Aktien zunehmend wieder als attraktiv angesehen werden, da drei Katalysatoren für eine positivere Entwicklung dieser Aktien entscheidend sind. Dazu gehört laut JP Morgan Asset Management die Pause der Federal Reserve beim Zinserhöhungszyklus, das Ende von Null-Covid in China und nachlassende politische Risiken.
Jason Xavier von Franklin Templeton hingegen sieht in ausgewählten Schwellenländern im Bereich börsengehandelter Fonds (ETFs) Wachstumsbereiche und Chancen für dieses Jahr. Er betont, dass nicht alle Schwellenländer das gleiche Aufwärtspotenzial bieten, sondern dass es wichtig ist, in Länder zu investieren, die als „Amerika-freundlich“ gelten und von innovativen Sektoren wie Technologie und Gesundheitswesen profitieren können, sowie in Märkte, die China Marktanteile in der Produktion abnehmen können.
Franklin Templeton bevorzugt daher Südkorea, Taiwan und Indien gegenüber einer breiten Allokation in Schwellenländern.
Investieren in Schwellenländer: Wie es geht
Emerging Markets sind Märkte oder Länder, die ein hohes Wachstumspotential aufweisen und sich auf dem Weg von einem Entwicklungsland zu einem Industrieland befinden. Diese Länder werden auch als Schwellenländer oder Zweite Welt-Länder bezeichnet und haben noch viel Raum für Wachstum. Das macht sie für Investoren attraktiv.
Angebote wie das Comdirect Depot beispielsweise gelten als besonders attraktiv für neue Anleger: So auch für die Schwellenländer. Es lässt sich das Comdirect Depot auch ohne Girokonto nutzen, was für Anleger interessant ist, welche kein neues Depot eröffnen möchten.
Mit einem solchen Depot lässt sich einfach in Emerging Markets investieren: Zum Beispiel über ETFs und Fonds.
Laut Weltbank und IWF gehören Mexiko, China, Südafrika, Brasilien, Indien, Russland und die Türkei zu den Schwellenländern. Die Einstufung als Emerging Market hängt jedoch von verschiedenen Faktoren ab, wie der hohen Arbeitsproduktivität bei niedrigen Löhnen, dem Einkommen pro Kopf, überdurchschnittlichen Wachstumsraten und Entwicklungspotentialen bei der Infrastruktur.
Abschließende Worte und Hinweise
Investitionen in Schwellenländer bieten die Möglichkeit, von schnell wachsenden Unternehmen zu profitieren. Allerdings sind diese Märkte auch anfällig für politische und wirtschaftliche Entscheidungen. Ein Handelskrieg oder die Androhung eines solchen könnten Auswirkungen auf das in Schwellenländern investierte Kapital haben.
Es ist wichtig zu beachten, dass jedes Land eine individuelle Situation hat und unterschiedlichen nationalen und internationalen Einflussfaktoren ausgesetzt ist. Daher hängt der Erfolg einer Investition in Emerging Markets auch von der Auswahl geeigneter Länder ab.
Mit den höheren Renditechancen in Schwellenländern sind jedoch auch Risiken verbunden, wie das Währungs- und Ausfallrisiko. Es ist daher wichtig, diese Risiken bei der Geldanlage zu berücksichtigen.
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