Dienstag 16.Juni 2026

Mutmaßlicher syrischer Folterer in Pirmasens festgenommen

27. Mai 2025 | Kategorie: Nachrichten
Mann in Handschellen

Symbolbild: dts Nachrichtenagentur

Pirmasens – Die Bundesanwaltschaft hat am Dienstag in Rheinland-Pfalz einen mutmaßlichen ehemaligen syrischen Geheimdienstmitarbeiter festnehmen lassen.

Der Mann steht im Verdacht, sich in Syrien schwerer Menschenrechtsverbrechen schuldig gemacht zu haben.

Laut Angaben der Karlsruher Behörde handelt es sich um Fahad A., der zwischen April 2011 und April 2012 als Gefängniswärter für die berüchtigte Abteilung 251 des syrischen Geheimdienstes in Damaskus tätig gewesen sein soll. Ihm werden Verbrechen gegen die Menschlichkeit zur Last gelegt. Konkret der Vorwurf von Tötung, Folter und Freiheitsberaubung.

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Verdächtige an über 100 Verhören beteiligt war, bei denen Gefangene schwer misshandelt wurden, etwa durch Stromstöße oder Schläge mit Kabeln. Nach bisherigen Erkenntnissen habe er auf Anweisung seiner Vorgesetzten Inhaftierte unter anderem an der Decke aufgehängt, mit kaltem Wasser übergossen oder sie stundenlang in schmerzhaften Positionen fixiert.

Die Haftbedingungen in der Einrichtung seien insgesamt katastrophal gewesen. Mindestens 70 Gefangene sollen infolge der Misshandlungen und der Zustände ums Leben gekommen sein.

Die Festnahme in Pirmasens erfolgte im Rahmen internationaler Bemühungen, schwere Menschenrechtsverletzungen in Syrien aufzuarbeiten und strafrechtlich zu verfolgen. (dts Nachrichtenagentur / red)

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