Sonntag, 25. Februar 2024

Misthaufen vor Rathaus in Jockgrim abgeladen – Gegen Wohncontainer für Flüchtlinge

4. Februar 2024 | Kategorie: Kreis Germersheim, Regional

Foto: v. privat

Jockgrim – In der Nacht auf Sonntag wurde ein Misthaufen vor dem Rathaus der Ortsgemeinde Jockgrim abgeladen.

In dem Misthaufen steckten Schilder mit den Aufschriften “Keine Asylcontainer im Wohngebiet von Jockgrim” und “Grüße aus der Nachbarschaft. So geht man nicht mit Nachbarn um”.

Die Misthaufen-Aktion wurde von einem AfD-nahen Jockgrimer auf Facebook gepostet, der auch schon mutmaßlich für die sogenannten “Schaukästen” in den Jahren 2015/2016 verantwortlich war. „Wenn man Mist baut bekommt man Mist. Nur der frühe Vogel fängt den Wurm. Keine Asylcontainer im Wohngebiet von Jockgrim“, steht in dem Post. 

Der augenscheinliche Anlass sind die geplanten Wohnanlagen für Obdachlose und Geflüchtete in der Verbandsgemeinde Jockgrim. Die Anlagen sollen an drei Standorten in Jockgrim, Rheinzabern, Hatzenbühl und Neupotz entstehen, denn „normalen“ Wohnraum gibt es so gut wie keinen mehr. 

Jede Anlage soll Platz für bis zu 25 Personen bieten, eine Anlage ist speziell für Familien gedacht. Bürgermeister Karl Dieter Wünstel (CDU) weist darauf hin, dass die Verbandsgemeinde nach dem Landesaufnahmegesetzt RLP verpflichtet sei, die zugewiesenen Personen aufzunehmen.

Da es eilig ist, hatte die Verbandsgemeindeverwaltung den Rat um einen Grundsatzbeschluss für Container an bis zu vier Standorten gebeten. Damit kann sie Mietverträge mit Firmen schließen und Aufträge erteilen. Der Rat stimmte dem mit zwei Enthaltungen zu. Neupotz hat allerdings noch keinen Standort bestimmt. (cli)

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