
Foto: dts Nachrichtenagentur
Frankfurt/Main – Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) will von Mittwoch (5. November) bis Montag (10. November) streiken. Im Güterverkehr werde der Ausstand am Mittwoch um 15 Uhr beginnen, im Personenverkehr am Donnerstag um 2 Uhr, wie die GDL mitteilte.
Der Streik soll bis zum Montagmorgen um 4 Uhr andauern.
Der Tarifvertrag für Verfahrensfragen der Deutschen Bahn (DB) sei ein Frontalangriff gegen die grundgesetzlich geschützte Koalitionsfreiheit, hieß es seitens der Gewerkschaft. Die GDL wirft der Bahn vor, eine Vorstufe eines Tarifeinheitsgesetzes durchsetzen zu wollen, „das im Lichte des Grundgesetzes niemals zulässig wäre“.
GDL-Chef Claus Weselsky sagte: „Wir wollen und müssen im Auftrag unserer Mitglieder verhandeln, egal ob diese als Lokführer, Zugbegleiter, Bordgastronomen, Disponenten, Ausbilder, Instruktoren oder Lokrangierführer in den Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) der DB arbeiten. Dieses Grundrecht ist in Gefahr und dam it die Funktion von Gewerkschaften an sich. Nach diesem Tarifdiktat sollen wir Scheinverhandlungen für das Zugpersonal führen und würden in Wahrheit zum zahnlosen Tiger. Genau das ist vom Arbeitgeber gewollt.“
Die GDL fordert eigenständige Tarifverhandlungen ohne Einschränkung des Grundrechtes auf Koalitionsfreiheit für ihre mehr als 19.000 Mitglieder des Zugpersonals in den EVU der DB, teilte die Gewerkschaft weiter mit.
„Es muss Schluss sein damit, dass die Kollegen wegen maßloser Überstunden schon im September ihre Jahresarbeitszeit erfüllt haben und ihnen zustehende Freizeit dauerhaft entzogen wird“, so Weselsky.
Außerdem fordert die GDL fünf Prozent mehr Entgelt. „Das ist bei den Gewinnen der DB sehr moderat, insbesondere wenn man bedenkt, dass ein Lokführer nach 20 Berufsjahren 1.750 Euro und ein Zugbegleiter 1.300 netto bekommt.“ (dts Nachrichtenagentur)

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