
Es kann losgehen: Mit dem ersten Spatenstich beginnen die Umbaumaßnahmen am Kandeler Bahnhof.
Fotos: pfalz-express.de/Licht
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Kandel – Nach zehn Jahren Planungszeit war es am 31. Januar soweit: Mit dem symbolischen Spatenstich für die Modernisierung des Bahnhofs Kandel startet der Umbau der Bahnstation.
Stadtbürgermeister Günther Tielebörger und Vertreter aus Politik, Verwaltung und der Bahn hatten sich eingefunden, um den lang ersehnten – und lang umkämpften – Baubeginn zu würdigen. Das Land Rheinland-Pfalz und die Stadt Kandel investieren gemeinsam zwei Millionen Euro in die Umgestaltung des Bahnhofs.
Ein Bahnhof sei die Visitenkarte einer Stadt, sagte Tielebörger in seiner Ansprache und verwies auf die hohe Frequenz, die nicht nur zu den Märkten, sondern ganzjährig zu den Schulzentren und Freizeitangeboten in Kandel stattfänden.
Für Berufspendler wird zusäzlich der Parkplatz um 70 weitere Stellplätze mit Solarcarports ausgebaut. Auch eine Tankstelle für Elektroautos wird es geben.
Gerd Harmeling, stellvertretender Leiter im Innenministerium für die Abteilung Verkehr und Straßen, bestätigte die Notwenigkeit einer Modernisierung, die „alles andere als eine Luxusmaßnahme“ sei. Der Bahnhof sei nicht barrierefrei, habe keine Leitsysteme für Sehbehinderte, die Bahnsteige seien zu niedrig, benannte Harmeling die Defizite.
Barrierefrei, Leitsysteme und längerer Bahnsteig
Neben der Schaffung eines kundengerechten Erscheinungsbilds wird in erster Linie die Herstellung der Barrierefreiheit der Kernpunkt sein der Arbeiten sein. Die Außenbahnsteige werden auf 160 Meter verlängert und die Bahnsteigkanten auf eine Höhe von 55 Zentimetern über Schienenoberkante gebracht. Dies entspricht der Einstieghöhe der planmäßig eingesetzten Dieseltriebwagen.
Ab Dezember 2014 werden die Regionalexpress-Triebwaqen der Baureihe 642 (Desiro) zusätzlich mit einer Spaltüberbrückung versehen sein. Dann ist bei fast allen Zügen – es gibt eine Ausnahme im Berufsverkehr – ein absolut barrierefreier Zugang möglich.
Ergänzend erhalten die Bahnsteige taktile Leitsysteme für Blinde und Sehbehinderte sowie eine Erneuerung der Bodenbeläge. Hinzu kommen Fahrgastinformationssysteme und ein moderner Wetterschutz. Die Arbeiten sollen bis Herbst 2014 abgeschlossen sein.
Zusätzliche Verbindung
Gute Nachrichten gibt es auch beim Zugangebot: Ab Dezember 2014 fahren tagsüber drei der Regionalexpresszüge über Neustadt/Weinstraße hinaus nach Kaiserslautern bzw. werden von Kaiserslautern aus über Neustadt und Landau nach Karlsruhe fahren.
„Mit diesen, insgesamt sechs zusätzlichen Direktverbindungen sorgt der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd für eine verbesserte Verknüpfung der Universitätsstandorte Karlsruhe und Kaiserslautern sowie für eine attraktivere Verbindung der Südpfalz an das westpfälzische Oberzentrum“, sagte Dr. Winfried Hirschberger, Verbandsvorsteher des Zweckverbands Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd. (red/cli)

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10jahre plannung, ich musste laut lachen.
Ich war die tage in berlin und habe keinen bahnhof gefunden an dem ich von gleis zu gleis länger gebraucht hätte als in unserem provinzbahnhof.
Allerdings ist es in anderen städten auch unüblich, dass man die fahrgäste geplant(10jahre!) um den kompletten bahnhof herum laufen lässt um den zug zuerreichen, rur in bananenrepubliken ist darüberhinaus das versperren eben jenes kilometerlaufeszetig bevor der zug kommt.
Der kunde wird schlicht gezwungen einen zug früher zu erscheinen, die pedler freuen sich sicher riesig.