Mittwoch 22.April 2026

Landkreis Germersheim wird Modellkommune für Sozialprojekt ESIS

31. März 2026 | Kategorie: Kreis Germersheim, Regional

Innenstadt von Germersheim. Foto: Pfalz-Express

Germersheim – Der Landkreis Germersheim nimmt an einem landesweiten Forschungsprojekt zur Sozialplanung teil.

Gemeinsam mit der Stadt Landau wurde der Kreis als Modellkommune für das Projekt „ESIS“ ausgewählt. Dabei werden einzelne Orte und Stadtteile genauer betrachtet, um soziale Angebote besser an die Bedürfnisse der Menschen vor Ort anpassen zu können.

Untersucht wird dabei vor allem, wie Menschen vor Ort leben und welche Angebote sie benötigen. Im Fokus stehen insbesondere ältere Menschen. So sollen Bedarfe frühzeitig erkannt und daraus konkrete Maßnahmen und Projekte abgeleitet werden. 

Begleitet wird das Vorhaben wissenschaftlich von der Hochschule Düsseldorf, die unter anderem Sozialraumanalysen, Befragungen und Interviews durchführt. Vor Ort ist die Geschäftsstelle der Regionalen Pflegekonferenz des Landkreises eingebunden.

Landrat Martin Brandl sieht in der Teilnahme eine Chance: „Ich freue mich sehr, dass unser Landkreis als Modellkommune ausgewählt wurde. Das Projekt bietet die Chance, unsere sozialen Strukturen noch besser zu verstehen und gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern langfristig lebenswerte, generationenfreundliche Quartiere zu gestalten. Besonders im ländlichen Raum ist es wichtig, soziale Teilhabe und Nahversorgung eng miteinander zu denken.“

Auch der Erste Kreisbeigeordnete Christoph Buttweiler hofft auf viele, die mitmachen: „Für uns steht die aktive Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger im Mittelpunkt. Nur wenn wir die Perspektiven der älteren Menschen vor Ort ernst nehmen und ihre Erfahrungen in die Sozialplanung einbeziehen, können tragfähige Konzepte für die Zukunft entstehen. Die Ergebnisse des Projekts werden uns wertvolle Erkenntnisse liefern – nicht nur für den Landkreis Germersheim, sondern auch für andere Regionen.“

Das Projekt läuft bis März 2027. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen später auch auf andere Kommunen in Rheinland-Pfalz übertragen werden.

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