Landau. Nach aufwändigen Sondierungsarbeiten ist das Gartenschaugelände abschließend untersucht. Die ausführende Firma Schollenberger Kampfmittelbergung GmbH aus Celle hat kürzlich den Gesamtbericht zur Kampfmittelräumung vorgelegt. Der Bericht zeigt, dass sich im Boden des Gartenschaugeländes eine große Menge an Munition befand.
Am 17. April 2015 öffnet die Landesgartenschau Landau ihre Tore auf dem ehemaligen Kasernengelände Estienne et Foch. Da die Kaserne während des Zweiten Weltkrieges mehrfach Ziel alliierter Bombenangriffe war, wurden bei den Bauarbeiten zur Landesgartenschau wiederholt militärische Altlasten gefunden.
Aus Sicherheitsgründen wurde daher im Juli 2013 entschieden, die Eröffnung der Landesgartenschau um ein Jahr auf 2015 zu verschieben, um das Gelände intensiv auf Kampfmittel untersuchen zu können. Das mit der Kampfmittelsuche beauftragte Unternehmen Schollenberger Kampfmittelbergung GmbH hat kürzlich den Abschlussbericht vorgelegt. Damit können die noch ausstehenden Bauarbeiten auf dem Gartenschaugelände in die finale Phase gehen.
Der Bericht dokumentiert den enormen Umfang der Suche nach militärischen Kampfmitteln. Mit 17 fachlich versierten Mitarbeitern war das auf die Kampfmittelräumung spezialisierte Unternehmen vor Ort und benötigte insgesamt 77 Arbeitstage für die Untersuchung des Geländes. Die Analyse brachte große Mengen an Munition, die sich im Boden des Gartenschaugeländes befand, ans Tageslicht: 755 Stück Munition mit einem Gewicht von 228 Kg sowie Munitionsteile samt Sprengstoffanhaftung mit einem Gesamtgewicht von 1.200 Kg konnten geborgen und unschädlich gemacht werden.
Die Funde bestätigen die Notwendigkeit der Sondierung, so Landesgartenschau-Geschäftsführer Matthias Schmauder: „Von den geborgenen Kampfmitteln ging ein nicht zu unterschätzendes Gefahrenpotential aus, das wir mit den Methoden der Kampfmittelräumung beseitigen konnten. Die Landesgartenschau Landau ist nun eines der am besten untersuchten Gelände deutschlandweit“.
Weitere Informationen zur Landesgartenschau gibt es unter www.lgs-landau.de und unter www.facebook.com/lgslandau. (red)

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