
Der Künstler und Kunstprofessor Diethard Herles ist am Montag nach langer schwerer Krankheit gestorben. Erst im Juli war im Frank-Loebschen Haus seine Ausstellung „Diethard Herles im Dialog mit Thomas Nast“ eröffnet worden, die bis Anfang September zu sehen war.
Foto: stadt-landau
Landau. Mit Betroffenheit hat die Landauer Stadtspitze auf die Nachricht vom Tod des Künstlers und Kunstprofessors Diethard Herles reagiert. Prof. Dr. Herles war am Montag nach langer schwerer Krankheit gestorben.
Der vielseitig engagierte Künstler lehrte seit 1998 als Professor für Kunstpädagogik und Kunsttheorie an der Universität Landau. Erst im Juli war im Frank-Loebschen Haus seine Ausstellung „Diethard Herles im Dialog mit Thomas Nast“ eröffnet worden, die bis Anfang September zu sehen war.
„Mit Diethard Herles verliert die Stadt Landau einen außergewöhnlichen Künstler und bedeutenden Kunstpädagogen. Ich persönlich verliere einen guten Freund“, heißt es in einer Stellungnahme von Oberbürgermeister Thomas Hirsch.
Gemeinsam mit Bürgermeister Dr. Maximilian Ingenthron und Beigeordnetem Rudi Klemm würdigt er das Schaffen von Diethard Herles und spricht der Familie und der Lebensgefährtin des Künstlers das Mitgefühl und die Anteilnahme der Stadt aus.
Oberbürgermeister Hirsch und Diethard Herles verband eine langjährige Freundschaft. Immer wieder brachte sich Prof. Herles bei städtischen Projekten ein.
Unter anderem erarbeitete er ein „Kinder-Kreativ-Heft“, das Kindern die Jugendstil-Festhalle spielerisch näher bringen sollte. Außerdem war er mit seinen Studierenden für die Aufsteller mit Jugendstilornamenten verantwortlich, die bis heute bei besonderen Anlässen in der Festhalle zu sehen sind. Prof. Herles gehörte seit dem Jahr 2009 dem Vorstand des Fördervereins der Festhalle an. Im Freibad am Prießnitzweg brachte sich Prof. Herles mit einer Kreativwand für Kinder ein.
Auch an der Landesgartenschau beteiligten sich Prof. Herles und seine Studierenden mit kunstdidaktischen Projekten.
„Diethard Herles war es immer wichtig, Kinder und Jugendliche an Kunst heranzuführen“, beschreibt Hirsch. „Zugleich faszinierte ihn die Kunst, die Kinder erschaffen – das wurde auch in seiner letzten Ausstellung „Diethard Herles im Dialog mit Thomas Nast“ deutlich. Darin vollzog er nicht nur die Werke Thomas Nasts mit eigenen künstlerschen Mitteln nach, er griff auch einzelne typische Nast-Motive heraus und überlegte sich, wie Kinder diese verstehen – und malen – würden. Er schuf diese speziellen Bilder mit einer kindlichen Begeisterung, die mir diesen Raum der Nast-Ausstellung zum liebsten machte.“
Bürgermeister und Kulturdezernent Dr. Maximilian Ingenthron besuchte Diethard Herles ebenfalls noch im Juli in den Atelierräumen des Instituts für Kunstpädaogik und Kunsttheorie in der Villa Streccius.
Seit dem Jahr 2012 sind die Räumlichkeiten der Uni in der ehemaligen Hausmeisterwohnung im 3. Obergeschoss der Villa Strecius untergebracht. „Stadt und Uni gehen in der Villa Streccius Hand in Hand – und dazu hat Prof.
Herles einen ganz wesentlichen Beitrag geleistet“, so Dr. Ingenthron. „Er war eine prägende Persönlichkeit des künstlerischen Schaffens und des kulturellen Lebens unserer Stadt, der seine Liebe zur Kunst, sein Wissen und seinen großen Erfahrungsschatz fundiert vermittelte und es vermochte, die Menschen mitzunehmen, ja zu begeistern. Er hinterlässt ein beeindruckendes Werk – und wir erinnern uns seiner in Dankbarkeit.“
„Diethard Herles wird fehlen“, ist sich die Landauer Stadtspitze einig. „Sein unermüdliches Engagement in der Kunstpädagogik, seine eigenen Kunstwerke und seine Forschungsergebnisse – zuletzt etwa zu den Arbeitstechniken Thomas Nasts – haben die Stadt Landau bereichert.“ (stadt-landau)

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