
Symbolbild red
Landau. Die Waffenstraße wird als Fahrradstraße (Kfz-Verkehr frei) ausgewiesen. Das wünscht sich die Landauer SPD-Stadtratsfraktion und bittet die Verwaltung darum, diesen Antrag auf die Tagsordnung der nächsten Stadtratssitzung zu setzen.
Die Straße soll in ihrem Verlauf an den Kreuzungen Langstraße, Badstraße und Westbahnstraße so gestaltet werden, dass ein Durchfahrtverkehr für Autos nicht mehr möglich ist. Busse sollen die Straße weiterhin durchgehend befahren können.
Die Martin-Luther-Straße soll ab der Kreuzung Weißquartierstraße für den gegenläufigen Radverkehr geöffnet werden. Auf der Strecke zwischen der Meerweibchenstraße und der Waffenstraße (inkl. des Teils der Westbahnstraße) soll der Bodenbelag radfahrerfreundlich gestaltet werden.
Die Verkehrsbeziehungen zwischen Altem Messplatz und Kramstraße/Pestalozzistraße sollen neu geordnet werden mit dem Ziel, einen möglichst reibungslosen und konfliktfreien Verkehrsfluss für alle Verkehrsarten zu ermöglichen.
„Die Waffenstraße eignet sich perfekt als Nord-Süd-Verbindung für Fahrradfahrer“, so die Fraktion in ihrer Begründung. „Im Gegensatz zur parallel verlaufenden Königstraße ist sie angemessen breit und verfügt über wenige Parkplätze. In der Königstraße hingegen sind für die gegenläufige Öffnung für Radfahrer Kfz-Parkplätze voraussichtlich in mittlerer zweistelliger Zahl zu entfernen“, so Fraktionschef Florian Maier.
Auf einer nach den Bedürfnissen von Radfahrern gestalteten Waffenstraße könnten diese auch schneller fahren als in der Königstraße, da mit weniger Verkehr im Kreuzungsbereich zu rechnen sei und es keine verkehrsberuhigten Bereiche gebe.
„Heute weichen viele Radfahrer lieber in die Fußgängerzone aus, da es viel Kfz- Durchgangsverkehr in der Waffenstraße gibt. Um die Straße für Radfahrer attraktiv zu
machen, soll der Durchgangsverkehr – mit Ausnahme des ÖPNV – unterbunden werden.
Um die Maßnahme zu vervollständigen und zu maximaler Wirkung zu bringen, sind die Verkehrsbeziehungen ab dem Alten Messplatz Richtung Fußgängerzone Marktstraße neu zu ordnen. Ziel soll es sein, dass Fußgänger und Radfahrer sich möglichst sicher und zügig bewegen können.“
Für die Königstraße könne dann weiter an einem Konzept gearbeitet werden, das die Straße für Fußgänger attraktiv mache: „Was aufgrund des dort stark vertretenen Einzelhandels deutlich mehr Sinn machen würde als Fahrradwege“, so Maier. (red)

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