
Magdalena Schwarzmüller und Dr. Ingenthron von der SPD-Stadtratsfraktion freuen sich: Ihr Vorschlag nach einem Ernst-Gutting-Platz geht in Erfüllung.
Foto: red
Landau. Der Landauer Stadtrat hat in seiner Sitzung am 1. April beschlossen, einen Platz nach dem früheren Weihbischof Ernst Gutting zu benennen. Fraktionsvorsitzender Dr. Maximilian Ingenthron und seine Kollegin Magdalena Schwarzmüller, die den Antrag gemeinsam eingebracht hatten, sind hoch erfreut über das einstimmige Votum des Stadtrats.
Der Platz liegt im Einzugsbereich der Kirchengemeinde St. Maria. Die Wiedereröffnung der früheren Wirkungsstätte von Weihbischof Gutting nach der Sanierung bot einen weiteren guten Anlass, die Benennung zu beantragen (der Pfalz-Express berichtete bereits über den Antrag).
Die beiden Initiatoren hatten vorgeschlagen, die Grünfläche an der Kreuzung Friedrich-Ebert-Straße / Cornichonstraße nach Ernst Gutting zu benennen. Die Anlage präsentiert sich derzeit noch in einem verbesserungswürdigen Zustand, wird aber im Zuge der endgültigen Fertigstellung der Straßen neu angelegt.
Nach dem zwischenzeitlich erfolgten Gebäudedurchbruch hin zum Theodor-Heuss-Platz und dem Südpark wird diese Kreuzung eine erhebliche Aufwertung erfahren und zum Knotenpunkt der Südstadt. Von dem Platz hat man jetzt den Blick auf den Ebenberg und den Flugbetrieb der DJK-Segelfluggemeinschaft, deren Mitbegründer Ernst Gutting 1953 gewesen war und der er Jahrzehnte lang, zuletzt als Ehrenmitglied, eng verbunden geblieben ist.
Vertreter der katholischen Kirche wie auch der DJK in Landau hatten die Initiative nachdrücklich begrüßt und sie unterstützt.
Landau und seinen Bürgern war Weihbischof Gutting über Jahrzehnte eng verbunden – und bei weitem nicht nur gläubigen Katholiken. Sein Engagement ging weit über die Pflicht als Seelsorger hinaus – bis ins hohe Alter. Vielen konnte er bei Problemen und Nöten helfen, er arbeitete unermüdlich für das Wohl der Menschen und die christliche Botschaft.
Diejenigen, die ihn persönlich erleben durften, schildern Ernst Gutting als lebensfrohen, humorvollen und liebenswerten, stets tätigen und ansprechbaren Mann, vor allem aber als bescheidenen Menschen. Bischof Karl-Heinz Wiesemann prägte anlässlich der Beisetzung von Weihbischof Gutting das Wort vom „kleinen Mann mit dem großen Herzen“.
Ingenthron: „Ernst Gutting, hat in unserer Stadt so positiv gewirkt und vielfältige Spuren hinterlassen. Die Benennung eines Platzes ist eine würdige Erinnerung an einen Mann, dem Landau viel zu verdanken hat.“
Schwarzmüller: „Er war ein Mensch, der für seine Überzeugung eingestanden ist, auch wenn diese vor allem auch innerhalb der Kirche nicht immer auf Gegenliebe stieß. So haben die Rechte der Frauen durch ihn eine Stimme bekommen. Mit der Benennung des Platzes erinnern wir an einen Menschen, dem nicht das Rampenlicht, sondern der Einsatz für Menschen die oft am Rande unserer Gesellschaft stehen, wichtig war.“ (red)

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