Freitag, 20. September 2019

Kreis Germersheim: Junge Union übt scharfe Kritik am Beschluss des EU-Parlaments zur Urheberrechtsreform

26. März 2019 | 4 Kommentare | Kategorie: Kreis Germersheim, Politik regional

Auch Wikipedia-Gründer Jimmy Wales ist mit den neuen Gesetz alles andere als einverstanden.
Foto: dts nachrichtenagentur

Kreis Germersheim – Die Junge Union (JU) Kreisverband Germersheim übt scharfe Kritik am Beschluss des Europäischen Parlaments zur Urheberrechtsreform, über die am 26. März 2019 abgestimmt wurde.

Künftig sollen Internetplattformen wie YouTube und Wikipedia dafür verantwortlich sein, Urheberrechte zu prüfen. Durch die unglaubliche Vielfalt an hochgeladenen Inhalten lässt sich das jedoch nur mit sogenannten Uploadfiltern bewerkstelligen.

Gregory Meyer, Kreisvorsitzender der JU, kritisiert den Beschluss des EU-Parlaments. „Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht. Durch die neue Reform könnten zum Beispiel durch Overblocking tiefgreifende Änderungen in unser aller Nutzerverhalten entstehen.“

Das sogenannte Overblocking bezeichnet in diesem Fall die Überregulierung und das Blocken von legalen Inhalten durch die Plattformbetreiber, damit diese nicht in Haftung genommen werden. „Viele Mitglieder in der Jungen Union haben in den vergangenen Wochen ihre Europaabgeordneten kontaktiert und ihren Protest gegen die Reform deutlich gemacht. Das zeigt, dass es auch in der Union eine große Gruppe an Gegnern der Reform gibt“, so Meyer weiter.

Christopher Hauß, Mitglied des Landesvorstands der Jungen Union Rheinland-Pfalz und Spitzenkandidat der JU für die Kreistagswahlen im Mai, ergänzt: „Ein fairer Ausgleich zwischen Urhebern und Nutzern darf nicht zu Lasten der Freiheit des Netzes gehen. Das EU-Parlament hat die Proteste und Einwände gegen die Reform leider konsequent ignoriert und zum Teil sogar diffamiert. Gerade junge Menschen haben sich für eine Änderung der Reform eingesetzt. Wieder einmal wurden die Interessen der jungen Generation nicht berücksichtigt.“

Die Urheberrechtsreform soll Künstler und Freischaffende künftig besser schützen können. Da Computerprogramme aber beispielsweise weder Satire noch Ironie erkennen können, steht zu befürchten, dass unzählige Inhalte auf YouTube, Instagram, Facebook etc. künftig gesperrt werden. Zahlreiche Netzaktivisten üben scharfe Kritik an der Reform, so zum Beispiel auch der Mitbegründer von Wikipedia, Jimmy Wales.

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4 Kommentare auf "Kreis Germersheim: Junge Union übt scharfe Kritik am Beschluss des EU-Parlaments zur Urheberrechtsreform"

  1. Schmidthers sagt:

    Ein Beschluss geschaffen von Menschen, die das Internet nicht verstehen.
    Und was macht man wenn man etwas nicht versteht, und einem Angst macht ?
    Richtig, man schränkt es ein oder verbietet (überwacht) es.

    Das freies Wissen die Menscheit in allen Bereichen schneller fortschreiten lässt , sieht wieder keiner.

    Das Liebe Kinder, ist der erste Schritt zurück in die Steinzeit.
    Nie wieder CDU.

  2. Tobi sagt:

    Bissel spät mit der Kritik. Und vor allem heuchlerisch, keiner steht mehr hinter dem Beschluss als die CDU und jetzt ist das EU Parlament schuld. Das ist ganz billige augenwischerei.

  3. Familienvater sagt:

    Also liebe JU_ler, JU_lerinnen und JU_Anderster, jetzt reichts aber!
    Erst kommt euer neuer Bundesvorsitzender daher u. greift unsere alternativlose Bundekanzlerin scharf an, musste aber sofort zurückrudern (Focus) und sich gleichschalten im CDUCSU-Räderwerk, nun kommt ihr daher u. wollt die 100% Zustimmung zur Urheberrechtsreform eurer Vortänzer in Berlin u. Brüssel scharf kritisieren.
    Jetzt passt mal auf u. sprecht der großen Vorsitzenden im Gleichklang 5x täglich nach:

    „…, Die Partei, die Partei, die hat immer Recht!
    Und, Genossen, es bleibe dabei;
    Denn wer kämpft für das Recht,
    Der hat immer recht.“

    Also jetzt schließt euch an u. schaltet euch gleich mit eurer Partei, die immer 100% Recht hat, sonst werdert ihr wegen parteischädigendem Verhalten zur Verantwortung gezogen.

  4. Danny G. sagt:

    Nie wieder CDU.

    und das nicht nur wegen dieser Aktion.. es gibt mehr als genug Gründe nie mehr diese Partei zu wählen !
    Im Übrigen gibt es auch andere Parteien die schon kräftig am Untergang des Internets mitgemacht haben. Ich denke da auch und vor allem an die SPD und ihren, von mir sehr geschätzten, Herrn Maas mit seinem Netzdurchsetzungsgesetz, oder wie diese Neusprech-Verordnung heisst.

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