Mittwoch 22.Juli 2026

Kreis Germersheim: Abfallgebühren bleiben 2025 stabil – Modernisierung des Wertstoffhofs Westheim geplant

19. Dezember 2024 | Kategorie: Kreis Germersheim

Symbolbild: Pfalz-Express

Kreis Germersheim – Der Kreistag Germersheim hat am 16. Dezember 2024 den Wirtschaftsplan der Abfallwirtschaft für das Jahr 2025 beschlossen. Trotz eines einkalkulierten Jahresverlusts von rund 2,2 Millionen Euro werden die Abfallgebühren nicht erhöht.

„Nach der Senkung der Restmüllgebühr im Jahr 2023 und der Biomüllgebühr 2024 können die reduzierten Gebühren auch 2025 stabil gehalten werden. Dank der dreijährigen Kalkulation bleiben sie voraussichtlich bis 2026 unverändert. Erst 2027 erfolgt eine Neukalkulation, bei der die wirtschaftliche Lage der Abfallwirtschaft neu bewertet wird“, erklärte Michael Gauly, der zuständige Dezernent.

Die finanzielle Stabilität wird vor allem durch den anteiligen Erlös aus dem Verkauf des Müllheizkraftwerks in Pirmasens durch den Zweckverband Abfallverwertung Südwestpfalz (ZAS) ermöglicht. Für den Landkreis Germersheim wird ein Anteil von etwa 12 Millionen Euro erwartet. Der genaue Betrag steht jedoch noch nicht fest, da der ZAS vor seiner Auflösung bestehende Verbindlichkeiten abwickeln muss.

Neben der Stabilisierung der Gebühren fließen die Mittel in den Neubau eines modernen Wertstoffhofs in Westheim. Die Eröffnung ist für das Spätjahr 2025 geplant. Im Sinne des Klimaschutzes wird die überdachte Anlieferrampe mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet. Auf einer Fläche von rund 1.300 Quadratmetern sollen Solarmodule mit einer Leistung von etwa 270 kWp installiert werden.

Die Erlöse aus dem Verkauf des Müllheizkraftwerks könnten genutzt werden, um die Bürger finanziell zu entlasten, die Abfallwirtschaft zu verbessern und gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, so Landrat Martin Brandl.

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