
Tagsüber büffeln, abends ein bisschen ins Wormser Studentenleben eintauchen, zum guten Schluss eine Klausur schreiben, Schüler der BBS Landau absolvieren ihre Projektwoche an der Hochschule Worms.
Foto: Hochschule Worms
Landau/Worms. Im Rahmen der Kooperation zwischen der Hochschule Worms und der BBS Landau gehört das Übergangsmanagement zu einer wichtigen Orientierungshilfe für Schüler.
Den Kooperationspartnern kommt es darauf an, den Abiturientinnen und Abiturienten rechtzeitig eine klare Vorstellung zu vermitteln, was „studieren“ bedeutet. Daraus wurde das Kooperationsprojekt „Übergangsmanagement“ für Studieninteressierte des Faches Informatik gemeinsam entwickelt.
Vier Tage Studentenleben pur
Das Projekt bot eine begrenzte Anzahl an Plätzen. Die Lehrerin der BBS Landau, Nicole Eberhard, verantwortlich für das Fach Informationsverarbeitung, reiste mit 12 Schülern an, die für diese Zeit ihre Zelte in Worms aufschlugen.
Die Vorkenntnisse, Leistungen und die Interessenlage waren für die Auswahl ausschlaggebend und nun fanden sich die Teilnehmer des Projekts direkt als Studierende wieder. Und wer meint, dass Projektwochen nur zur Erholung da sind, der hat sich geirrt.
Die Gestaltung des Programms sowie die gesamte Organisation hatte Laura Hartmann, MINT-Botschafterin der Hochschule Worms, übernommen und beeindruckte mit einem umfassenden Programm.
Dazu gehörten Vorlesungen, Praxisübungen und eine Abschlussprüfung. Die Teilnahme an diesem straffen Programm lohnte sich allerdings mehrfach, denn neben einer abwechslungsreichen und spannenden Projektwoche wurden Inhalte aufgearbeitet, die zwischen Schulfach und Modul-Inhalt zum Informatikstudium fehlten.
Im Vorfeld hatten die Verantwortlichen der Hochschule, zusammen mit Frau Eberhard die Inhalte des Moduls Datenbanken (3. Semster Hochschule) mit dem Lehrplan Informationsverarbeitung, also mit denen des schulischen Teils, abgestimmt.
So konnten zielgerichtet und detailliert fehlende Themen, die der Lehrplan so nicht vorsieht, ergänzend bearbeitet werden. Wenn eine Vorbereitung für ein mögliches Studium so früh und gründlich stattfindet, dann kann der Studienstart nicht mehr enttäuschen. Erwartungen und Gegebenheiten kommen in Deckung, ein ganz maßgeblicher Faktor für die Studienmotivation und den Studienerfolg.
Viel Zeit investierte Prof. Dr. Carlo Simon, Studiengangsleiter Wirtschaftsinformatik, in diese Projektwoche. Er war für die Durchführung verantwortlich und hatte eine Abschlussklausur gestellt, die genau auf die Themen abgestimmt war.
Nicht nur Datenbanken und Algebra pauken
Die 12 Teilnehmer der Klasse 12 mussten zwar tagsüber ganz schön schwer büffeln und sich auch mit ungewohnter Theorie auseinandersetzen, aber Laura Hartmann hatte auch für ein abwechslungsreiches Abendprogramm gesorgt , so dass auch schon mal die Nase in das abendliche Wormser Studentenleben gesteckt werden konnte.
Das Fazit dieses Pilotprojekts, das Nicole Eberhard aus Sicht der Schule zog, fiel durchweg positiv aus. Neben einer perfekten Organisation betonte sie die didaktisch gute Aufbereitung von eher theoriedurchsetztem Stoff.
Die erfolgreiche Vermittlung des Stoffes zeigten die guten Ergebnisse der Abschlussklausur. Ein Beleg dafür, dass eine komplizierte Materie sehr wohl interessant und griffig gelehrt werden kann.
Die Teilnehmer dieses Projekts können für sich nun viel besser einschätzen, wie es mit dem Fach Informationsverarbeitung an der Hochschule als Informatikstudium weitergehen kann. Und sie haben die Möglichkeit sich die bestandene Klausur bei der Aufnahme eines Informatikstudiums an der Hochschule Worms anrechnen zu lassen. (Dorothea Hoppe-Dörwald)
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