Köln – Die Kölner Polizei fahndet nach einem Terrorverdächtigen.
Ein „arabisch aussehender Mann“ soll in einem Baumarkt in Pulheim bei Köln auffällig große Mengen Ammoniumnitrat gekauft haben. Ammoniumnitrat kann zum Bau von Bomben verwendet werden.
Sollte der Mann nicht gefunden werden oder sich von selbst melden, könnte der Kölner Rosenmontagszug abgesagt werden, will die „Bild“ erfahren haben. Über eine Absage entscheide das Innenministerium.
Die Ermittlungsbehörden bitten die Bevölkerung dringend um Unterstützung bei der Fahndung nach dem etwa 45 – 50 Jahre alten Mann.
Mithilfe gefragt
Der Unbekannte, der von Mitarbeitern des Markts vom Aussehen als „aus dem Nahen Osten stammend“ beschrieben wird, hat am vergangenen Freitag (22. Januar) in einem Baumarkt in Pulheim Chemikalien gekauft, aus denen man mit entsprechenden Kenntnissen ein explosionsfähiges Gemisch herstellen kann.
Ein Mitarbeiter des Baumarkts habe die örtliche Polizei am Tag darauf informiert, so die Polizei Köln in einer Pressemeldung.
„Intensive Ermittlungen“ des polizeilichen Staatsschutzes der Polizei Köln hätten bis jetzt nicht zur Identifizierung des Mannes geführt.
Der Unbekannte soll 1,70 – 1,75 Meter groß sein und gut Deutsch gesprochen haben.
Er habe eine spitze Nase und hohe Geheimratsecken, trage einen kurzen dunklen Vollbart, im Kinnbereich leicht grau.
Nach bisherigen Ermittlungen hat der Unbekannte um 16.20 Uhr den Baumarkt an der Siemensstraße in Richtung Pulheim zu Fuß verlassen. Aufnahmen des Baumarkts zeigen den Gesuchten.
„Es ist nicht gesichert, dass der Kauf der üblicherweise für Reinigungsmaßnahmen bestimmten Chemikalien im Zusammenhang mit einer zweckfremden, kriminell motivierten Verwendung steht“, so Staatsanwaltschaft und Polizei.
Man nehme den Hinweis insbesondere mit Blick auf die aktuelle Sicherheitslage und die Verantwortung für Bürger jedoch sehr ernst.
Sofern sich der Gesuchte selbst wiedererkennt und die Chemikalien für den Hausgebrauch bestimmt waren, bittet die Polizei ihn um sofortige Kontaktaufnahme mit einer Polizeidienststelle.
Zeugen, die den Mann kennen, werden gebeten sich über Notruf 110 an die Polizei zu wenden. (de/red)

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