Köln – Mehr als 20.000 Anhänger des türkischen Präsidenten Erdogan demonstrierten in Köln gegen den versuchten Umsturz des Militärs vor knapp zwei Wochen.
Veranstalter hatten mit mehr als doppelt so vielen Teilnehmern gerechnet. Mit einer Schweigeminute wurde der Opfer des versuchten Staatsstreiches gedacht. Man versammle sich, um für „Rechtsstaatlichkeit, Einheit, Frieden und Unabhängigkeit einzustehen“, hieß es von den Veranstaltern.
Alle Staaten, Organisationen, Parteien und Politiker der Welt seien aufgerufen, sich solidarisch zum türkischen Volk und seiner Regierung zu erklären. „Wir sind hier, weil unsere Landsleute in Deutschland für Demokratie und gegen den versuchten Militärputsch in der Türkei einstehen“, sagte der türkische Sport- und Jugendminister Kilic auf der Veranstaltung.
Nach den ursprünglichen Planungen der Veranstalter hatte Erdogan über eine Video-Schaltung live zu den Demonstranten sprechen sollen, dies war von einem Gericht untersagt worden.
Kilic kritisierte, dass Präsident Erdogan nicht per Video-Leinwand live zugeschaltet werden durfte. Das Verfassungsgericht hatte das am Samstag untersagt. Man sei mit mehreren deutschen Ministerien iim Gespräch und erwarte eine „vernünftige Erklärung“.
Kritik an deutschen Medien
Kilic weiter: Es sei bedauerlich, dass in Deutschland und der EU behaupetet werde, die Türkei wahre Menschenrechte und Demokratie nicht mehr. Die deutschen Medien seien voller Vorurteile.
Kilic sagte außerdem, „Europäische Führungspersönlichkeiten“ würden den EU-Beitritt verlangsamen und verhindern: „Das geht so nicht.“
Am Rande der Demonstration kam es zu einigen Zwischenfällen: Am Kölner Heumarkt wurden rund zweihundert Türken und Kurden in eine Schlägerei verwickelt, die Polizei konnte die Kontrahenten trennen.
Eine Gegen-Demonstration der Partei „Pro-NRW“ wurde wegen des Verstoßes gegen die Auflagen aufgelöst. Auch die Linken waren als Gegendemonstranten unterwegs. „Die Lage ist relativ ruhig“, sagt der Kölner Polizeipräsident Jürgen Mathies. Ein Großaufgebot der Polizei und zahlreiche Hundertschaften aus NRW schirmten die Teilnehmer und Gegen-Demonstranten voneinander ab. (dts Nachrichtenagentur)

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