Hagenbach – Am 27. September begann auf der Bühne des Hagenbacher Kulturzentrums ein bezaubernder Mozartabend.
Nachdem die beiden Kinder Lia Weber und Joël Bussem die Bühne betreten und mit Gesten um Ruhe gebeten hatten, hörte man einen langanhaltenden, tiefen Klarinettenton, der das Adagio von Mozarts Klarinettenkonzert in A-Dur einleitete.
Langsamen Schrittes trat nun Stefan Volz auf die Bühne und spielte die einleitenden Takte, während Heidrun Paulus am Flügel Platz nahm und die Begleitung übernahm. Nach und nach traten die weiteren Akteure auf die Bühne: Die Gesangssolisten Sabine Deutsch und Georg Hepp sowie die beiden Musiker Helmut Schleser und Klaus Prinz. Es folgten die drei SprecherInnen Rosi Krahnke, Monika Bögelspacher und Reinhard Gottschlich.
Texte zum Leben und Wirken Mozarts wechselten sich mit musikalischen Beiträgen ab. Helmut Schleser spielte virtuos die Klaviersonate Nr. 16 in C-Dur sowie ein Menuett. Dazwischen entwickelte sich Mozarts Jugend vor dem Publikum, abwechselnd und teils dialogisch von Rosi Krahnke, Monika Bögelspacher und Reinhard Gottschlich vorgetragen.
Lia Weber und Joël Bussem sangen je ein Kinderlied aus Mozarts Feder sowie mit Sabine Deutsch und Georg Hepp zusammen a cappella das Quartett Bona Nox. Georg Hepp gab zwei Lieder zum Besten sowie die Arie des Vogelfängers aus der Zauberflöte. Sabine Deutsch präsentierte das Alleluja aus der Motette „Exsultate Jubilate“ sowie Mozarts Arie der Königin der Nacht, ebenfalls aus der Zauberflöte. Instrumental waren noch ein Menuett sowie die Kleine Nachtmusik zu hören.
Den Abschluss bildete die anspruchsvolle Sopranarie „Et incarnatus est“ aus der Großen Messe in c-Moll, die von Heidrun Paulus (Querflöte), Stefan Volz (Klarinette), Helmut Schleser (Cello) und Klaus Prinz (Flügel) begleitet wurde. Initiiert und durchgeplant hatten diesen Abend Heidrun Paulus, die die Arrangements schrieb und die musikalische Leitung übernommen hatte, und Bernd Paulus, der für Text und Regie verantwortlich zeichnete.
Nach dem sensationellen Erfolg des Singspiels „Die Stadtmadam“ im letzten Jahr war dies der zweite Streich des recht neuen Hagenbacher Kleinkunstvereins, der das kulturelle Angebot Hagenbachs in Richtung der Klassik erweitert. Das Singspiel „Der verliebte Trommler“ wird am 3. und 4. Mai 2014 als Singspiel im Stile der Stadtmadam auf die Bühne gebracht werden – die Proben laufen bereits. Den Termin sollte man sich schon mal merken. (fxs)

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