
Jean-Claude Juncker.
Foto: dts nachrichtenagentur
Brüssel- Der Präsident der Europäischen Kommission Jean-Claude Juncker lehnt die Idee eines europäischen Bundesstaates klar ab.
„Ich bin auch gegen die Idee eines europäischen Bundesstaates. Ich will nicht, dass Europa zu einem Schmelztiegel seiner Kulturen wird. Die Länder sollen ihre Eigenheiten behalten“, sagte er der „Bild“.
Laut Juncker verzweifeln viele Europäer gelegentlich, weil die Mitgliedstaaten in der Migrationsfrage „nicht zu Potte kommen“. Sie wünschten sich einen stärkeren Schutz der Außengrenze.
Zum Brexit sagte der Kommissionschef: „Wenn man von Montag bis Samstag über Europa schimpft, dann kann man am Sonntag nicht erwarten, dass die Menschen glühende Europa-Fans sind.“
Außerdem liege es an der Angewohnheit europäischer Regierungen, „europäische Erfolge für die Mitgliedstaaten und nationale Niederlagen für Europa zu verbuchen.“ (dts Nachrichtenagentur)

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Die Unterscheidung zwischen „EU“ und „Europa“ sollte schon gemacht werden, auch wenn Eurokraten die beiden Begriffe gern synonym verwenden… Juncker spricht ausschließlich von der EU.