
Symboldbild: Pfalz-Express
Berlin – Internationale Medizinerverbände haben sich in den deutschen Streit über die Grenzwerte für Feinstaub und Stickoxide eingeschaltet.
Vierzehn Repräsentanten des International Forum of Respiratory Societies FIRS, des weltweiten Zusammenschlusses der führenden Gesellschaften für Lungengesundheit mit mehr als 70.000 Mitgliedern, veröffentlichten in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ eine Stellungnahme zum deutschen Dieselstreit.
Darin widersprechen die Wissenschaftler einer Initiative von etwa hundert deutschen Lungenärzten, die auf eine Aufweichung der Stickoxid- und Feinstaub-Grenzwerte abzielt. „Schädliche Auswirkungen der Luftverschmutzung bestehen sogar unterhalb der internationalen Grenzwerte“, heißt es in der Stellungnahme der Wissenschaftler.
Sie verweisen auf schwerwiegende chronische Schäden und oft tödlich endende Störungen in vielen anderen Organen. „Akute Effekte zeigen den sichtbarsten Effekt, Langzeitexposition erzeugt hingegen chronische Veränderungen, die langfristig tödlich sein können: Krebs, Herzkrankheiten, Schädigungen des Neugeborenen und Demenz sind mit Luftverschmutzung assoziiert, dafür sind vor allem Partikel mit einem Durchmesser unter 2,5 Mikrometern (PM2,5) und andere Dieselabgase verantwortlich.“
Der internationale Verband stützt die Weltgesundheitsorganisation, die von einer „stillen Epidemie“ spricht. „Die Standards wurden so gewählt, dass selbst für chronisch Kranke wesentliche negative Effekte auf die Gesundheit ausgeschlossen werden können. FIRS unterstützt deshalb nachdrücklich internationale Standards.“ (dts Nachrichtenagentur)

Diesen Artikel drucken

Berlin – Die Stellungnahme, mit der 107 Lungenärzte im Januar die geltenden Grenzwerte für Feinstaub und Stickstoffdioxid infrage gestellt hatten, soll mehrere ...
Hannover – In der russischen Nuklearanlage Majak im südlichen Ural hat es nach Ansicht eines internationalen Teams von Experten aus 47 führenden ...
Berlin – Nach den Äußerungen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), Krebs könne in den kommenden zehn bis 20 Jahren besiegt werden, gehen ...
Berlin – Seit vielen Jahren wird daran geforscht, Krebs im Blut zu erkennen. Jetzt haben Ärzte der Universitätsklinik Heidelberg unter der Leitung ...
Berlin/London – Deutsche Lehrer genießen im internationalen Vergleich scheinbar wenig Respekt. Wie eine Internet-Studie der Stiftung Varkey GEMS Foundation darlegt, landet Deutschland ...
München – Die Internationale Handwerksmesse (IHM) in München ist abgesagt worden. Hintergrund für die Absage sei „die Verbreitung des Coronavirus/COVID-19 und die ...
Nürnberg/Hohenheim – Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und der Universität Hohenheim schicken am 19. April ein Aquarium ins All. Das teilte die Hochschule ...
Berlin – Die These, dass Feinstaub und Stickstoffverbindungen in deutschen Städten gesundheitsgefährdend seien, wird von mehr als 100 Wissenschaftlern bezweifelt. In einem ...
Washington – US-Wissenschaftler sehen keinerlei Anhaltspunkte für den Einsatz von Chemiewaffen in Syrien. „Der Gebrauch chemischer Kampfstoffe wie Senfgas, Sarin und ...
Berlin – Die Expertenrunde, die die Ministerpräsidenten und die Bundeskanzlerin bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie berät, hält schärfere Lockdown-Maßnahmen zur Senkung der ...
In einer seit zehn Jahren laufenden weltweiten Studie zur Erforschung der genetischen Ursachen von Depressionen ist Wissenschaftlern nun ein entscheidender Durchbruch gelungen. ...
Berlin – Außenminister Heiko Maas hat die internationale Staatengemeinschaft zu mehr Solidarität mit Flüchtlingen aufgefordert. „Flüchtlingsfragen können nur gemeinsam, multilateral, beantwortet werden“, ...










