Dienstag 13.Oktober 2026

Innenministerium: Nicht auf Chemiewaffen-Angriff vorbereitet

26. Januar 2026 | Kategorie: Nachrichten

Foto: dts Nachrichtenagentut

Deutschland wäre auf einen möglichen Angriff mit Chemiewaffen nur mangelhaft vorbereitet. Das geht aus einer neuen „Risikoanalyse“ des Bundesinnenministeriums hervor, wie die „Bild“ schreibt.

In dem 38-seitigen Papier werden demnach die Mängel beim Schutz der Bevölkerung vor den Folgen eines Einsatzes von chemischen Kampfstoffen offengelegt. Bei dem durchgespielten „plausiblen Szenario“ mit dem Aufmarsch eines „Aggressors an den östlichen Grenzen“ und drei Anschlagsorten auf dem Bundesgebiet wären Tausende Tote zu befürchten, zitiert „Bild“ aus dem Papier.

Allein bei dem simulierten Angriff auf den in der Analyse genannten Hafen sei demnach mit 8.500 Toten in den ersten 15 Stunden zu rechnen. Mehr als 33.500 weitere Personen würden zum Teil schwer verletzt. Mehrere tausend Personen müssten intensivmedizinisch behandelt werden. Über Tage und Wochen würde es zu mehreren hundert weiteren Todesfällen kommen, so die Analyse.

Die Krankenhäuser seien damit heillos überfordert: Die Betten- und Behandlungskapazitäten in deutschen Krankenhäusern mit 1.700 Intensivbetten und 800 Überwachungsbetten reichten „bei Weitem nicht aus“. Hinzu komme, dass es zu wenig Schutzausrüstung und Gegengift wie Atropin gebe. (dts Nachrichtenagentur)

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