
Foto: dts Nachrichtenagentur
Berlin – In Deutschland hat die Gewaltkriminalität im Jahr 2024 stark zugenommen.
Laut der Polizeilichen Kriminalstatistik, die kommende Woche offiziell vorgestellt wird, registrierte die Polizei rund 217.300 Gewalttaten – so viele wie seit 2010 nicht mehr.
Besonders stark war der Anstieg bei gefährlicher und schwerer Körperverletzung, hier gab es fast elf Prozent mehr Fälle als im Vorjahr. Während der Corona-Zeit waren die Zahlen zunächst zurückgegangen, doch seit 2022 steigen sie wieder kontinuierlich.
Auffällig ist die Entwicklung bei jungen Menschen: Die Zahl der tatverdächtigen Kinder stieg um 11,3 Prozent, bei Jugendlichen um 3,8 Prozent. Die Statistik nennt mögliche Gründe – unter anderem psychische Belastungen und weitere „ungünstige Faktoren“, die das Risiko erhöhen können, straffällig zu werden.
Auch die Zahl der nichtdeutschen Tatverdächtigen bei Gewalttaten nahm zu – um 7,5 Prozent.
Ein weiterer starker Anstieg zeigt sich bei Sexualdelikten: 13.320 Fälle von Vergewaltigung, schwerem sexuellen Übergriff oder Nötigung wurden 2024 registriert – 9,3 Prozent mehr als im Vorjahr.
Es gibt aber auch positive Entwicklungen: Die Zahl der Diebstähle ging leicht zurück auf 1,94 Millionen Fälle. Verglichen mit 2010 sind schwere Diebstähle sogar um 25 Prozent gesunken, die sogenannte Straßenkriminalität um 18,7 Prozent.
Einen besonders deutlichen Rückgang gab es bei Drogenkriminalität – ein Minus von etwa 33 Prozent. Der Hauptgrund: Der teilweise legalisierte Umgang mit Cannabis seit 2024.
Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 5.837.445 Straftaten registriert.

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