Landau/Insheim. Die Landauer Staatsanwaltschaft hatte am gestrigen Tag Oberbürgermeister Schlimmer davon in Kenntnis gesetzt, dass sie wegen möglicher Grundwasserverunreinigungen im Bereich des Geothermiekraftwerkes ein Ermittlungsverfahren eingeleitet hätte.
Oberbürgermeister Schlimmer hatte danach die Energie Südwest als städtischen Trinkwasserversorger informiert. Das Landesamt für Geologie und Bergbau habe ihm am heutigen Tage versichert, dass keine akute Gefahr für das Trinkwasser bestehe.
Am heutigen Vormittag haben Wirtschaftsministerin Evelin Lemke und Oberbürgermeister Hans-Dieter Schlimmer miteinander telefoniert. Frau Staatsministerin Lemke informierte den Oberbürgermeister über den aktuellen Stand des Verfahrens. Einig waren sich beide in ihrer Auffassung: „Die Sicherheit der Bürger hat absoluten Vorrang!“
Der Oberbürgermeister begrüßte ausdrücklich die umfassende Information durch die Ministerin und sieht sich darin in seiner Auffassung bestätigt, dass man Herausforderungen des Landauer Geothermiekraftswerks in guter Partnetschaft lösen werde.
Die jetzt bekannt gewordenen Verunreinigungen des Grundwassers verschärfen nach Aufassung des Oberbürgermeisters die Situation gegen das Geothermiekraftwerk weiterhin. „Ich möchte nicht davon ausgehen, dass das Kraftwerk nach all den Störfällen seinen Betrieb noch einmal aufnimmt“, so der Stadtchef abschließend.
Pressemitteilung der Stadt Landau in der Pfalz. Bitte stets als Quelle angeben.
Landrätin Riedmaier fordert Überprüfung der Umgebung des Geothermiekraftwerkes Insheim
Indessen hat sich Landrätin Theresia Riedmaier in einem Schreiben an den Direktor des Landesamtes für Geologie und Bergbau, Herrn Prof. Dr. Harald Ehses, gewandt und bittet ihn darum, die Geothermie-Anlage in Insheim sowie die Umgebung des Kraftwerkes im Hinblick auf mögliche Veränderungen intensiv, genau und kontinuierlich zu beobachten und den Landkreis sowie die Gemeinde zu informieren.
„Aufgrund der außergewöhnlichen Hebungen und Senkungen des Geländes innerhalb des Stadtgebietes von Landau und insbesondere in der näheren Umgebung des dortigen Geothermiekraftwerkes, ist es doch ein naheliegender Gedanke, dass auch im Umfeld des Kraftwerkes in Insheim außergewöhnliche Beobachtungen gemacht werden könnten.
Deshalb möchte ich einige Fragen umfassend beantwortet haben: Durch welche Beobachtungen, Erkenntnisse oder Ereignisse ist man auf die Geländeveränderungen in Landau aufmerksam geworden? Sind ähnliche oder andere außergewöhnliche Veränderungen in Insheim und Umgebung bekannt geworden beziehungsweise gibt es auch dort großflächige Bodenerhebungen oder –senkungen in näherer oder fernerer Umgebung zum Geothermiekraftwerk? Wie ist die Einschätzung und Bewertung des Landesamtes im Hinblick auf die Übertragbarkeit der Landauer Ereignisse auf das Geothermiekraftwerk in Insheim, auf die Ortschaft bzw. die nähere Umgebung?“
Außerdem forderte die Landrätin das Landesamt für Geologie und Bergbau dazu auf, Messungen der Erdoberfläche in der Umgebung der Anlage, sowie die Beobachtung von eventuellen Rissbildungen in Insheim und Umgebung vorzunehmen.
Des Weiteren liegt Riedmaier ein Schreiben der Bürgerinitiative „BI Energieforum Rohrbach & Insheim e.V.“ vor, mit der Aufforderung das Geothermiekraftwerk in Insheim abzuschalten bzw. nach den Wartungsarbeiten nicht wieder hochzufahren.
Die Landrätin macht aber deutlich, dass sie keine Kompetenz habe, das Geothermiekraftwerk „abzuschalten“, da unterschiedliche Zuständigkeiten und Rechtsgrundlagen zu beachten sind. Für die Zulassung des Hauptbetriebsplanes ist das Landesamt für Geologie und Bergbau in Mainz zuständig, letztlich aber bewege man sich im Bereich des Bundesrechts (Bergrecht).
Weiterhin führt die Landrätin aus: „Ich verschweige nicht, dass ich in Bezug auf die notwendige Energiewende und den Einsatz Erneuerbarer Energien eine positive Einstellung zur Geothermie hatte und diese im Oberrheingraben als Teil eines hier in der Südpfalz möglichen Energiemixes befürwortet habe. Ich habe allerdings auch nie Zweifel daran gelassen, dass eine sichere Technologie zum Einsatz kommen muss und die Bürger sowie ihr Eigentum keinen Schaden leiden dürfen.“
Deshalb stehe sie ebenfalls in engem Kontakt zum Landesamt und habe einige Fragen und Forderungen gestellt, die mit denen der Bürgerinitiative auch weitestgehend in Übereinstimmung stünden. (kv-süw)
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Oh politisches rumgeeiere schaltet die Mistteile doch einfach ab. Diese Verzögerungen verbraten doch nur Geld, Zeit und Gerede. Schalter rum und aus die Maus.