
Haus Kahn in Germersheim.
Foto: Rüdiger Ehrsam
Germersheim – Am 22. Oktober 1940 wurden die letzten jüdischen Familien aus Germersheim von den Nazis abgeholt und in Konzentrationslager deportiert. Dort starben viele von ihnen an Hunger, Kälte, Misshandlungen, Krankheiten und Erschöpfung.
Um an ihr Schicksal zu erinnern, lädt die Bürgerinitiative „Rettet Haus Kahn“ zu einem Gedenkgang ein. Der Gedenkgang findet am 22. Oktober 2023 statt, genau 83 Jahre nach der Deportation.
Er beginnt um 18 Uhr am Nardiniplatz und führt zu den ehemaligen Wohnhäusern der Familien Mohr, Rosenbaum, Rosenthal, Kahn, Ebert und Töpfer. An jeder Station wird eine kurze Information über die Geschichte der Familie gegeben.
Der Gedenkgang dauert etwa eine Stunde. Männliche Teilnehmer werden gebeten, eine Kopfbedeckung zu tragen.
Die Veranstaltung wird vom Diakonischen Werk Pfalz unterstützt. Die Bürgerinitiative „Rettet Haus Kahn“ setzt sich für den Erhalt des ehemaligen jüdischen Kaufhauses Kahn in Germersheim ein, das ein Ort der Begegnung und des Lernens werden soll.
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