
SPD-Spitze und Parteigenossen feierten gemeinsam beim Schlachtfest in der Wiesentalhalle.
Fotos: Licht
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Steinfeld – „Wir werden bei den Koalitionsverhandlungen definitiv unser Zeichen setzen und unser Profil einbringen“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer beim Schlachtfest in der Wiesentalhalle in Steinfeld.
Der dortige SPD-Ortsverein hatte am 9. November sein traditionelles und jährlich wiederkehrendes Schlachtfest veranstaltet. Die Halle war brechend voll, Genossen aus der Pfalz, dem Elsass und auch aus Baden-Württemberg hatten sich bei Kesselfleisch, Sauerkraut und Zwiebelhack versammelt, um die Schlachtspezialitäten zu genießen und sich auszutauschen.
Die gesamte südpfälzer SPD-Spitze gab sich ein Stelldichein: Gekommen waren neben Ex-Ministerpräsident Kurt Beck auch Staatsminister Alexander Schweitzer, Bundestagsabgeordneter Thomas Hitschler, die Landtagsabgeordneten Barbara Schleicher-Rothmund und Wolfgang Schwarz, Landrätin Theresia Riedmaier, der Verbandsgemeindebürgermeister von Bad Bergzabern, Hermann Bohrer und Steinfelds Bürgermeisterin Marie-Thérèse Müller. Christine Kornmann, Vorsitzende des Ortsvereins Steinfeld, moderierte.
Dreyer, die zum ersten Mal die Heimatgemeinde Kurt Becks besuchte, warb in ihrer Ansprache für die große Koalition und betonte, dass man in Berlin unbedingt zu den Kernthemen der SPD wie beispielsweise dem flächendeckenden Mindestlohn stehen werde. Sie verstehe jedoch auch die Skeptiker, deren Zahl nicht gering sei. Dennoch: „Wir wollen diskutieren und überzeugen, in die große Koalition zu gehen.“ Gleichzeitig wertete die Ministerpräsidentin die Gesprächskultur mit der Basis als Beweis, dass die Partei modern und tolerant aufgestellt sei.
9. November ist Schicksalstag
Als einen Tag der Trauer und gleichzeitig der Freude bezeichnete Dreyer den 9. November – einerseits sei die deutsche Einheit erreicht worden, andereseits überschatteten die schrecklichen Ereignisse während der „Reichsprogromnacht“ das Datum.
Auch fühle sie persönlich eine große Scham wegen der NSU-Morde: „Dass so etwas in Deutschland stattfinden konnte, ist unfassbar.“ Dreyer sprach sich deutlich für ein Verbot der rechtsextremen NPD aus: „Der Spuk muss ein Ende haben. Wir dürfen nicht damit leben, dass diese Partei als verfassungskonform gilt.“
Langjährige Mitglieder ausgezeichnet
Kurt Beck und Malu Dreyer ehrten zudem verdiente Mitglieder für ihre langjährige Parteizugehörigkeit und begrüßten zwei neue Mitglieder.
Für 25-jährige Zugehörigkeit wurden Roland Lavan, Winfried Liar, Heike Pfeiffer und Silvia Hammer ausgezeichnet.
Helmi Goldschmidt-Franz aus Bad Bergzabern ist bereits seit 40 Jahren Parteimitglied. Mit einem halben Jahrhundert – 50 Jahre – Mitgliedschaft war Udo Steiger der Spitzenreiter; er konnte jedoch nicht persönlich anwesend sein. Als Neumitglieder bekamen Michael Strasser und Burkhard Olschewski das rote Parteibuch überreicht. (cli)
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