Samstag, 26. September 2020

FDP und Grüne plädieren für mehr Mut bei Freiluftveranstaltungen

12. August 2020 | noch keine Kommentare | Kategorie: Nachrichten, Politik

Foto: dts Nachrichtenagentur

Grüne und FDP plädieren nach der Entscheidung der Gesundheitsminister von Bund und Ländern, keine Fans zu Spielen der Bundesliga zuzulassen, und dem Streit um das Freiluft-Konzert in Düsseldorf für mehr Mut in der Politik.

„Inzwischen wissen wir mehr über das Virus und die Verbreitung als noch vor ein paar Monaten“, sagte Kordula Schulz-Asche, Berichterstatterin für Infektionsschutz in der grünen Bundestagsfraktion, dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. „Deshalb ist es aus meiner Sicht richtig, Ideen und Konzepte zu entwickeln, die bestimmte Veranstaltungen zukünftig auch wieder möglich machen. Dabei müssen Veranstaltungen unter freiem Himmel sicher anders beurteilt werden als solche in geschlossenen Räumen und mit schlechter Belüftung“, so die Grüne.

Voraussetzung sei aber immer das Einhalten der gebotenen Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen, die Möglichkeit zur Kontaktnachverfolgung sowie das Tragen einer Maske.

Auch Christine Aschenberg-Dugnus, Gesundheitsexpertin der FDP, sagte dem RND: „Die Veranstalter sowie Kulturschaffenden stehen finanziell und psychisch enorm unter Druck. Deshalb müssen wir reagieren und Veranstaltungen mit einem erarbeiteten und genehmigten Hygienekonzept stattfinden lassen.“

Gerade im Sommer böten sich etwa Außenveranstaltungen an der frischen Luft an, sagte die Liberale. „Mit den richtigen Konzepten müssen wir einen Weg finden, Kulturveranstaltungen wieder stattfinden zu lassen. Denn sonst gibt es bald keine Kulturschaffenden mehr. Einen Weg in die alte Normalität gibt es noch nicht, wir müssen den Weg in eine neue wagen.“

Die CDU-Gesundheitspolitikerin Kartin Maag steht einer Lockerung hingegen kritisch gegenüber: „Wir alle mussten harte und belastende Einschränkungen im Arbeitsleben, in den Schulen oder der Wirtschaft hinnehmen. Hier wurde den Menschen aus gutem Grund viel zugemutet – da muss Freizeit erst recht zurückstehen“, sagte sie.

Dirk Wiese, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, sagte mit Blick auf die Entscheidung der Gesundheitsminister gegen das DFL-Konzept: „Dass in den Fußballstadien erst einmal keine Fans mitfiebern können, schmerzt mich als BVB-Anhänger selbst sehr – aber es ist eine verantwortungsvolle Entscheidung.“

Im Streit um das Konzert in Düsseldorf kritisierte Wiese Ministerpräsident Armin Laschet (CDU): „Ob Veranstaltungen stattfinden können, muss nach einer Überprüfung der Konzepte vor Ort entschieden werden. „Was die Kritik von Ministerpräsident Armin Laschet am Konzert in Düsseldorf angeht: Die örtlichen Behörden in den Rat- und Kreishäusern in NRW haben hier anscheinend mehr Expertise als die Landesregierung, die über die Sommerpause nicht einmal ein vernünftiges Konzept für die Schulen hinbekommen hat.“ (dts Nachrichtenagentur)

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