Mainz – „Die Bundesregierung hat Ihren Auftrag erfüllt und ihrerseits den Rechtsanspruch auf Kita-Plätze für unter Dreijährige umgesetzt“, erklärt die familienpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Simone Huth-Haage MdL.
In Rheinland-Pfalz habe Ministerin Alt bisher aber vor allem Bundesmittel durchgereicht und die Kommunen weiter stark belastet. Die vom Land gesetzten Rahmenbedingungen seien in vielen Fällen zu schlecht, um dem Anspruch der frühkindlichen Bildung gerecht zu werden. Anstatt nur auf die Quantität zu setzen, solle die Landesregierung auch die Qualität der Betreuungsplätze sichern.
„Die Landesregierung setzt auf möglichst hohe Betreuungsquoten zu Lasten der Qualität. Diese Quoten sind teuer erkauft. Sie sind nicht in qualitativ hochwertigen Krippen entstanden, sondern
durch die Öffnung der Kindergärten für Zweijährige. Die Folgen sind große Gruppen und ein schlechtes Betreuungsverhältnis im Vergleich zu anderen Bundesländern“, ist Huth-Haage überzeugt.
Zudem drücke noch der „hausgemachte“ Erziehermangel und spitze die Situation in den Kindertagesstätten immer stärker zu. Der Mangel führe auch zu häufigen Personalwechseln und unbesetzten Stellen. Die zunehmende Altersspreizung durch die Öffnung des Kindergartens und die damit verbundenen zusätzlichen Diagnose- und Förderaufgaben seien nicht mit ausreichenden Ressourcen unterlegt.
„In der Folge werden ErzieherInnen häufig unzumutbar belastet und können in einigen Fällen wichtige pädagogische Angebote nicht mehr aufrecht erhalten. Rheinland-Pfalz darf sich seine Betreuungsquote bei den unter dreijährigen Kindern nicht auf Kosten der ErzieherInnen und der pädagogischen Qualität erkaufen. Rot-Grün muss hier dringend umsteuern und auch auf die Qualität der frühkindlichen Betreuung und Erziehung in den Kindertagesstätten setzen“, so Huth-Haage. (red)

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