Dienstag 9.Juni 2026

Eußerthal: Frau sollte plötzlich 6.000 Euro für einfache Arbeiten zahlen – Polizei verhindert Betrug

7. Mai 2026 | Kategorie: Kreis Südliche Weinstraße

Foto: Pfalz-Express

In Eußerthal hat die Polizei eine 59-jährige Frau offenbar vor einem gewerbsmäßigen Betrug bewahrt. Die Frau war zuvor von drei unbekannten Männern an ihrem Wohnhaus angesprochen worden, die kleinere Handwerksarbeiten direkt vor Ort ausführten.

Zunächst wurde ein Preis von 300 Euro vereinbart, den die Frau als angemessen ansah. Nach Abschluss der Arbeiten forderten die Männer jedoch plötzlich 6.000 Euro wegen angeblicher zusätzlicher Schwierigkeiten. Unter Druck setzten sie die Frau schließlich auf 3.000 Euro herunter und drängten auf sofortige Zahlung.

Tochter alarmiert Polizei rechtzeitig

Die Frau wollte bereits gemeinsam mit den Männern zur Bank fahren, als ihre Tochter den Vorfall zufällig bemerkte und die Polizei verständigte. Die Beamten konnten daraufhin eingreifen, die Geldübergabe verhindern und die Männer vorläufig festnehmen.

Ermittlungen wegen gewerbsmäßigen Betrugs

Die drei Tatverdächtigen wurden erkennungsdienstlich behandelt und anschließend an die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Landau übergeben. Dort werden nun die weiteren Ermittlungen geführt. Nach Angaben der Polizei könnte es sich um eine europaweit agierende Tätergruppe handeln, die gezielt die Gutgläubigkeit von Menschen ausnutzt.

Polizei warnt vor Haustürgeschäften

Die Polizei rät grundsätzlich zur Vorsicht bei Haustürgeschäften. Verbraucher sollten sich nicht unter Druck setzen lassen, keine spontanen Entscheidungen treffen und im Zweifel Dritte hinzuziehen oder die Polizei informieren. Außerdem solle an der Haustür nicht bezahlt werden. Seriöse Anbieter stellten immer ordentliche Angebote und Rechnungen aus. Nachträgliche deutliche Preissteigerungen seien ein klares Warnsignal.

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