
Ein Paradies für nützliche Insekten.
Fotos über OGV Büchelberg
Büchelberg/Kandel – Honig- und Wildbienen und Hummeln erbringen durch ihre Bestäubungsleistung einen unschätzbaren Beitrag für die Artenvielfalt und den Naturhaushalt. Insbesondere auch für die Obstbestäubung in den schönen Büchelberger Streuobstwiesen. Da liegt es nahe, die Existenz dieser Insekten zu sichern, zu fördern und ihren Lebensraum zu optimieren.
Das hat der Obst- und Gartenbauverein Büchelberg in Kooperation mit dem Bienenzuchtverein Kandel in der Feldgemarkung Büchelberg umgesetzt. Auf sieben größeren und kleineren Parzellen mit insgesamt ca. 3000 Quadratmetern Fläche wurden im Frühjahr sogenannte „ Bienenweiden“ angelegt bzw. wieder frisch hergerichtet.
Es wurde eine spezielle Saatmischung mit Leguminosenarten und Kräuterarten ausgebracht. Ca. 20 Prozent nehmen Sonnenblumen, Malven und Buchweizen ein. Auf einem größeren Bereich wurden auch die blaue Phacelia, Sommerraps und verschiedene Wickenarten ausgebracht – ein buntes Gemisch aus rund 50 Pflanzenarten. Neu dazu gepflanzt wurde in diesem Jahr auch die durchwachsene Sylphie, auch Becherpflanze genannt. Eine richtige Kräuterapotheke für alle Insekten und Kleinlebewesen. Die Aussaaten erfolgten zeitlich unterschiedlich, so dass auch ein langer Blühzeitraum abgedeckt werden kann. Außerdem soll mit diesen Kräuterpflanzen auch ein aromatischer und gesunder Honig gewonnen werden.
Zwischenzeitlich grünt und blüht es kräftig auf den einzelnen Teilflächen, eine wahre Farbenpracht ist zu bewundern. Große Mengen an Honigbienen, Wildbienen, Hummeln, Schmetterlingen und sonstiges Kleingetier geben sich derzeit den ganzen Tag über ein Stelldichein am gedeckten Tisch.

„Gerade in den trachtarmen Sommerzeiten, wie dies jetzt nach der Heuernte zum Beispiel der Fall ist, ist dies ein ganz wichtiger Beitrag für die Ernährung und Gesundhaltung dieser Lebewesen“, erläutert Alissa Schick, die Vorsitzende des Bienenzuchtvereins Kandel, und freut sich, dass sich die Bienenweiden so prächtig und vielfältig entwickelt haben.
Vorsitzender Edgar Albrecht und Geschäftsführer Eugen Niederer vom Obst- und Gartenbauverein Büchelberg haben die Flächen maschinell vorbereitet und eingesät. Die Arbeit hat sich gelohnt, finden alle Beteiligten. Darauf wollen auch beide Vereine weiter aufbauen. Private Besitzer stellten die Flächen zur Verfügung.
Es bleibt in diesem Jahr auch spannend, wie sich der Anbau von ca. 15 Hektar Sonnenblumen auswirkt, die Landwirt Zapf aus Kandel in der Büchelberger Ludwigshuld angelegt hat. „Es dürfte dies auch ein wichtiger Beitrag für viele Insekten werden“, so Eugen Niederer.
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