Freitag 8.Mai 2026

Erstes Childhood-Haus in Rheinland-Pfalz entsteht in Landau

2. Dezember 2025 | Kategorie: Landau, Regional, Regional

Leiten im Rahmen der Trägerschaft die strategische Entwicklung und das Projektmanagement des Childhood-Hauses in Landau: (v.l.n.r.) Kinderschutzbund-Geschäftsführerin Kyra Pachner, Kinderschutzbund-Vorständin Christin Arto und Johanna Dombert, Fachkraft des Kinderschutzdienstes
Copyright: DKSB Landau

Landau. In Landau wird derzeit das erste Childhood-Haus in Rheinland-Pfalz aufgebaut. Träger ist der Kinderschutzbund Landau-SÜW e.V. Das nach dem skandinavischen Barnahus-Modell konzipierte Schutzhaus bündelt künftig Jugendhilfe, Justiz, Polizei, Medizin, Forensik und Kinderschutzdienste unter einem Dach – ein Novum im Land.

Ziel ist es, von körperlicher oder sexualisierter Gewalt betroffene Kinder und Jugendliche vor zusätzlicher Belastung zu schützen: Mehrfachbefragungen und Retraumatisierungen sollen vermieden, medizinische, psychologische und juristische Hilfe schnell und kindgerecht aus einer Hand ermöglicht werden. Eine feste Koordinationskraft begleitet die Familien durch den gesamten Prozess.

Das Childhood-Haus Landau ist nicht nur das erste in Rheinland-Pfalz, sondern auch das erste in Trägerschaft eines Kinderschutzbundes und das erste, das direkt an einen Kinderschutzdienst angebunden ist.

Die Landtagsabgeordneten Dr. Lea Heidbreder (Bündnis 90/Die Grünen) und Florian Maier (SPD), die das Projekt von Beginn an politisch begleitet und durch Gespräche mit den Landesministerien vorangetrieben haben, zeigen sich erfreut: „Ich freue mich sehr, dass mit dem neuen Childhood-Haus in Rheinland-Pfalz ein Ort entstehen kann, an dem von psychologischer Betreuung über Jugendhilfe, Kinderschutzdiensten und Justiz alle gemeinsam daran arbeiten, von Gewalt betroffenen Kindern und Jugendlichen zur Seite zu stehen. Bei diesem wichtigen Thema müssen wir alle an einem Strang ziehen“, erklärt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Dr. Lea Heidbreder.

Florian Maier ergänzt: „Ich freue mich besonders darüber, dass durch den interdisziplinären Ansatz künftig die Expertise an einem Ort gebündelt wird. So bleiben den betroffenen Kindern und Jugendlichen Wege zu verschiedenen Ämtern und Stellen erspart.

Der Schutz von Kindern und Jugendlichen steht hier klar im Vordergrund – gerade in belastenden Situationen ist das von besonderer Bedeutung.“

Hintergrund

Das Gebäude am Nordring wird von der Dieter-Kissel-Stiftung zur Verfügung gestellt und umgebaut. Gefördert wird das Vorhaben von der World Childhood Foundation Deutschland sowie den Stiftungen Dieter-Kissel und Buchmann-Stiftung.

Die Eröffnung ist für September 2026 geplant. Beide Abgeordneten danken dem Kinderschutzbund Landau-SÜW sowie allen Kooperationspartnern für ihr großes Engagement, das dieses wegweisende Projekt möglich macht.

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