Samstag, 15. August 2020

Erste Notrufsäule in Rheinland-Pfalz am Badesee Jockgrim aufgestellt

30. Juli 2020 | noch keine Kommentare | Kategorie: Kreis Germersheim, Regional

V.li: DRLG-Landesvize Gerhard Scholz, Stiftungsleiter Christian Lang, Ortsbeigeordneter Uwe Kober, DRLG-Vize und Wörther Ortsgruppenleiter Andreas Back, Verbandsgemeinde-Beigeordnete Marliese Burger, Kreisfeuerwehrinspekteur Mike Schönlaub und Landrat Dr. Fritz Brechtel.
Fotos: Pfalz-Express/Licht

Jockgrim – Als erster Badesee in Rheinland-Pfalz verfügt der See im Naherholungsgebiet Johanniswiesen seit Donnerstag über eine fest installierte Notrufsäule.

Initiiert hatte das Notrufsäulen-Projekt der DLRG-Landesverband Rheinland-Pfalz in Kooperation mit der Björn-Steiger-Stiftung. Um die 5000 Euro kostet eine solche Säule. Die Kosten werden, abgesehen von einer kleinen Bodenverschraubung, komplett von der Stiftung übernommen. Weitere 24 Notrufsäulen sollen noch dieses Jahr in Rheinland-Pfalz aufgestellt werden, eine möglicherweise in Lingenfeld. Das erklärte der Geschäftsführer der Stiftung, Christian Lang.

Urlaub vor der Haustür noch sicherer

Der Landkreis Germersheim sei einer der gewässerreichsten in Rheinland-Pfalz, sagte Landrat Dr. Fritz Brechtel, und biete Urlaub vor der Haustür. Leider blieben aber Notfälle an Badestränden nicht aus. Mit der Notrufsäule werde die Sicherheit nun noch einmal erhöht, betonte Brechtel. Die Säule ist direkt mit der Rettungsleitstelle verbunden, wo auf einem Monitor sofort festgestellt wird, woher der Notruf kommt. Gleichzeitig werden dann auch die Mobilen Retter informiert, so dass mit etwas Glück schnell Hilfe vor Ort ist, bis das eigentliche Rettungsteam eintrifft.

 

Zackige Verwaltung

Die beiden Vize Präsidenten des DLRG Landesverbands, Gerhard Scholz und Andreas Back, der auch die Ortsgruppe Wörth leitet, sehen dringenden Bedarf. Ein Handy würde beispielsweise nicht mehr so oft von den Badegästen mitgenommen werden, weil viele Angst vor Diebstahl hätten. Außerdem würden Ortsfremde beim Notruf den Standort möglicherweise nicht so genau kennen.

Scholz sagte, dass die Verwaltungen sehr schnell gehandelt hätten und dankte dafür den beiden Beigeordneten Marliese Burger (Verbandsgemeinde) und Uwe Kober (Ortsgemeinde). „Am Montag ging der Vorschlag bei der Verwaltung ein und am Donnerstag schon stand die Säule“, so Back und Scholz.

Knopf drücken – fertig

Die Säule selbst ist einfach zu bedienen – es gibt nur einen Knopf, so dass auch bei großer Aufregung während eines Unglücksfall eigentlich nichts falsch gemacht werden kann. Am anderen Ende meldet sich dann ein Mitarbeiter der Rettungsleitstelle. Die Säulen seien zudem mit modernster Elektronik ausgestattet, sagte Stiftungsleiter Lang. (cli)

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