
Foto: dts Nachrichtenagentur
Berlin – Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat die Einigung im Tarifkonflikt zwischen Bahn und GDL begrüßt. Er sprach am Donnerstag von „Erleichterung für Millionen Bahnkunden und auch für die deutsche Wirtschaft“. Der Weg der Tarifeinheit habe sich bewährt.
„Tarifautonomie, Tarifpartnerschaft und ja, auch das Streikrecht, sind Grundpfeiler unseres Arbeitslebens und unserer Gesellschaft.“
Auch der Fahrgastverband Pro Bahn begrüßte die Einigung im Tarifstreit. „Jetzt zu Friedenszeiten muss ein Streikfahrplan ausgehandelt werden, der die Unternehmen schädigt – denn das ist ja der Sinn eines Streiks – die Fahrgäste aber nicht im Regen stehen lässt“, sagte der Pro-Bahn-Vorsitzende Karl-Peter Naumann dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Vorbild könnte dabei Italien sein, wo solche Streikfahrpläne existierten. „Das sollte nun unter Beteiligung aller passieren.“
Der neue Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 32 Monaten bis Oktober 2023. Die Verständigung sieht eine Lohnerhöhung von 3,3 Prozent in zwei Schritten vor. Zum 1. Dezember 2021 sollen die Löhne um 1,5 Prozent, zum 1. März 2023 um weitere 1,8 Prozent steigen.
Außerdem wird eine weitere Corona-Prämie gezahlt: Zum 1. Dezember dieses Jahres erhalten die Beschäftigten je nach Lohngruppe 600 bzw. 400 Euro oder 300 Euro, zum 1. März 2022 weitere 400 Euro. Die Tarifverträge der GDL sollen in deren Mehrheitsbetrieben – aktuell 16 – zur Anwendung kommen.
Eine Ausdehnung darüber hinaus soll mit dem Tarifabschluss nicht stattfinden. Gerade in diesem Punkt hatte es lange Streit gegeben. DB-Personalvorstand Martin Seiler sagte, dass der „gordische Knoten“ gelöst worden sei. Die GDL sprach unterdessen von einem Abschluss, der eine „Vielzahl von Verbesserungen bei den Entgelt- und Arbeitszeitbedingungen der Beschäftigten“ enthalte. (dts Nachrichtenagentur)
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