Freitag, 03. April 2020

Erhöhter Bedarf an Ingenieuren im Bereich 3D Druck

20. Februar 2020 | noch keine Kommentare | Kategorie: Ausbildung & Beruf, Computer & Internet, Ratgeber, Vermischtes

Die Digitalisierung schreitet in allen Bereichen voran und erleichtert vieles.

Aufgrund des kontinuierlichen technischen Fortschritts entstehen beinahe permanent Innovationen, die die Produktionsprozesse effizienter und nachhaltiger gestalten können.

Die allgemeine Herausforderung besteht hierbei unternehmerisch darin, diese Technologien zu finden und individuell nutzbar zu machen. Die adaptive Fertigung beinhaltet eine Reihe von Möglichkeiten für Industrieunternehmen.

Wegen der bestehenden Komplexität des Themengebiets ist es jedoch unumgänglich, eine wissenstechnische Basis durch den Einsatz von Ingenieuren zu erschaffen, die sich mit den verschiedenen Aspekten, wie die Werkstoffkunde, das CNC Fräsen oder auch das CNC Drehen auseinandersetzen. Der nachfolgende Beitrag schildert hierzu den bestehenden Herausforderungen.

Der 3D-Druck, das aktuell noch ungenutzte Potenzial

Ein hervorragendes Beispiel für innovative Technologien ist die sogenannte additive Fertigung, die mittels 3D-Drucker die Fertigung nachhaltig verändert. Hierbei handelt es sich um eine Werkzeuglose Herstellung, die vor allem die Anforderungen an die Konstruktion verändern und somit der Fertigung vollkommen neue Wege eröffnet.

Bereits heute ist via 3D-Verfahren eine vollkommen neue Lagerhaltung möglich, die hoch kosteneffizient ist, denn die Unternehmen benötigen heutzutage hierdurch keine aufwendige Lagerhaltung eines breiten Sortiments an Ersatzteilen. Im Rahmen des sogenannten „Printing-on-Demand“ reicht es aus, das benötigte Teil vollkommen nach Bedarf zu drucken. Somit ist sowohl die Stückzahl sowie der genaue Zeitpunkt für die Fertigung steuerbar.

Grundsätzlich kennt die Industrie den 3D-Druck bereits seit ca. 20 Jahren. Lange Zeit waren die entsprechenden Maschinen sowie Anlagen für die industrielle Fertigung jedoch zu teuer, um den 3D-Druck standardtypisch in die Fertigung zu implementieren.

Aufgrund dessen haben vor allem Großunternehmen zunächst lediglich diese innovative Technologie genutzt. Im Zuge des Auslaufens von bestehenden Patenten können nun auch KMU’s die Technologie nutzen, da die Preise für entsprechende Maschinen fallen.

Die Suche nach Experten für die additive Fertigung beginnt nun

Die industriell verwendeten Fertigungsverfahren unterscheiden sich vor allem bezüglich der genutzten Wirkungsprinzipien sowie der eingesetzten Werkstoffe erheblich. Im Zuge des Einsatzes von Pulver bei der additiven Fertigung können beispielsweise komplikationslos Schmelz- und Wärmeprozesse durchgeführt werden. So können nun Werkstoffe gefertigt werden, die ganz unterschiedliche Eigenschaften aufweisen oder gar Hohlräume haben. Diese Maßgaben muss ein erfahrener Konstrukteur jedoch bereits bei der Fertigung berücksichtigen, um vernünftig zu arbeiten.

Eine komplikationslose und effiziente additive Fertigung setzt eine übergreifende Zusammenarbeit bestehend aus Konstrukteuren, Werkstofftechnikern sowie der Produktionsplaner voraus. Hierbei ist es wichtig für jegliches Szenario in der Anwendung auch die passende Technologie im Rahmen der Prozesskette zu nutzen.

Erfahrungen und Kenntnisse aus verschiedenen Verfahren sowie der gezielte Einsatz von Werkstoffen ist wichtig, um effizient zu arbeiten. Hieraus entstehen vielschichtige Anforderungen an die Mitarbeiter der Konstruktion, die mit additiven Bauteilen arbeiten.

Der Einsatz geeigneter Ingenieure im Zuge des 3D-Drucks wird zunehmend erforderlich

Da das Knowhow bezüglich der adaptiven Fertigung mittlerweile so komplex ist, fordern Experten die Schaffung spezieller Studiengänge, die sich mit den Rahmenbedingungen des 3D-Drucks, wie das CNC Drehen, das CNC Fräsen und auch der bloßen Werkstoffkunde bzw. der Konstruktion beschäftigen. Aus diesen Rahmenbedingungen kann man die Komplexität des Themengebietes und die Möglichkeiten der Zukunft erahnen.

Da dieses Themengebiet bereits heute als sehr komplex gilt, ist ersichtlich, dass der Einsatz von fähigen Ingenieuren zukünftig in den Bereichen der Fertigung und der Produktion ein Wettbewerbs- und Erfolgsfaktor ist. Die Schaffung von speziellen Weiterbildungsoptionen ist für die Wirtschaft folglich von beinahe unschätzbarem Wert.

 

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