Dienstag 19.Mai 2026

Eklat im AfD-Sommerinterview: Weidel im Interview wegen Stör-Protesten kaum zu verstehen

Das „Zentrum für politische Schönheit“ protestiert lautstark

20. Juli 2025 | Kategorie: Nachrichten

Alice Weidel und Markus Preiß
Foto: via dts Nachrichtenagentur

Berlin – Das „Sommerinterview“ mit AfD-Chefin Alice Weidel ist am Sonntag von lautstarken Protesten gestört worden.

Zu Beginn kam es zunächst zu Sprechchören, später wurde laute Musik gespielt. Weidel klagte deshalb mehrfach darüber, dass sie wegen der Lautstärke die Fragen von Moderator Markus Preiß nicht verstehen könne.

Sowohl Weidel als auch Preiß waren dabei auch für den Zuschauer stellenweise nur schwer zu verstehen. Weidel wollte allerdings selbst nicht auf die Proteste weiter eingehen.

Sie bat auch Preiß dazu, das Interview ohne Einordnung „ganz normal“ weiterzuführen – „und zwar über Dinge, über Fragestellungen, die die Menschen in diesem Land sorgen“.Inhaltlich ging es unter anderem um die Erhöhung der Bezüge in der AfD-Fraktion. Weidel verteidigte den Schritt damit, dass man das Gehalt der Vorstände und auch der Vorsitzenden „auf das übliche Niveau der anderen Fraktionen und Parteien“ angehoben habe.

Auch um die Frage, ob die AfD sich „mäßigen“ sollte, ging es. Weidel verneinte dies: „Wir haben ein Parteiprogramm, das die Freiheit der Bürger hochhält und die Bürgerrechte, und wir wollen wieder vernünftige Politik für unser Land machen.“

Die laute Chormusik im Hintergrund des ARD-Sommerinterviews mit Alice Weidel war offenbar gezielt eingesetzt, um das Interview zu stören.
Die ARD habe die Geräusche vermutlich authentisch übertragen, wenn nicht sogar verstärkt, war auch eine Vermutung von Zuhörern, die in der Mediathek schon vor der offiziellen Ausstrahlung das Interview angesehen haben. „Das hört sich wie eine Studioaufnahme an“, sagten Andere.

Es ist möglich, dass die Produktionsentscheidung, die Proteste nicht technisch zu dämpfen, auch eine redaktionelle Wahl war, um die Kontroverse um die AfD und die Reaktionen darauf sichtbar zu machen. Das könnte auch ein Grund gewesen sein, warum die ARD das Interview auf diese Weise übertragen hat. (dts/desa)

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