Dienstag, 07. April 2020

Edenkoben: Ministerin Dr. Stefanie Hubig besucht BBS SÜW und Realschule plus

22. Januar 2018 | noch keine Kommentare | Kategorie: Allgemein, Ausbildung & Beruf, Kreis Südliche Weinstraße, Regional
Landrat Seefeldt, Wolfgang Schwarz, Ministerin Hubig und Schulleiterin Petra Reuter (v.l.) Foto: Pfalz-Express/Ahme

Landrat Seefeldt, Wolfgang Schwarz, Ministerin Hubig und BBS-Schulleiterin Petra Reuter (v.l.)
Foto: Pfalz-Express/Ahme

Edenkoben. Auf Initiative des SPD-Landtagsabgeordneten Wolfgang Schwarz  besuchte Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig die Berufsbildende Schule (BBS) der Südlichen Weinstraße am Standort in Edenkoben. Im Mittelpunkt stand dabei die „Höhere Berufsfachschule Hotelmanagement“ (HBFH). Danach schaute Hubig auch in der Paul-Gillet-Realschule plus vorbei.

Landrat Dietmar Seefeldt zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Schüler: “ An den beiden Schulen wird wichtige und gute Arbeit geleistet. Besonders die an der Realschule plus eingerichtete Fachoberschule gib Schülern neue Möglichkeiten, die Fachhochschulreife zu erreichen.

Danach haben sie die Möglichkeit in einem weiteren Schuljahr das allgemeine Abitur zu absolvieren oder direkt an einer Fachhochschule zu studieren. Es ist wichtig, Schülern diese Möglichkeit aufzuzeigen.“

BBS SÜW-Besuch: Wolfgang Schwarz hatte mit der damaligen Landrätin Theresia Riedmaier im vergangenen Jahr für die HBFH im Bildungsministerium eingesetzt. Beide hatten befürchtet, dass diese bewährte Schulform bei der geplanten Reform der Verordnung der Höheren Berufsfachschule (HBF) leiden könnte.

Ministerin Dr. Hubig brachte jetzt zum Schulbesuch die gute Nachricht mit, dass die Ausnahmegenehmigung zum Betrieb der HBFH verlängert wurde.

Wolfgang Schwarz: „Ich freue mich sehr, dass das Ministerium den Argumenten von Frau Riedmaier und mir gefolgt ist und die Entscheidung so getroffen hat. Zusammen mit der Fachschule für Hotelbetriebswirtschaft bildet die HBFH ein überregionales Kompetenzzentrum für Gastronomie und Hotellerie und stärkt damit nicht nur den schulischen sondern auch den touristisch, gastronomischen Standort an der Südlichen Weinstraße“.

Zum Termin waren auch Landrat Dietmar Seefeldt, Alf Schulz von der DEHOGA, verschiedene regionale Hotelbetriebe sowie aktuelle und ehemalige Studierende der HBFH eingeladen. Alle begrüßten diese Entscheidung sehr und erzählten über ihre Erfahrungen. Es zeigte sich, dass die Absolventen überaus erfolgreich sind und in der internationalen Hotellerie, aber auch in anderen Bereichen wie im Veranstaltungsbereich sehr gute Arbeitsbedingungen vorfinden.

„Die HBFH hat sich ganz hervorragend präsentiert und damit sehr deutlich gemacht, wie wichtig diese Schulform – auch überregional – zur Gewinnung der Nachwuchskräfte im Gastronomie und Hotellerie Bereich ist“, so Schwarz.

Überschaubare Klassen, sehr gute Lehrkräfte und beste Chancen im Berufsleben: mit diesen Aussichten wolle man noch mehr Abiturienten begeistern, so der allgemeine Tenor der Verantwortlichen. Die Fachhochschule sei eine gute Alternative zum Studium.

Schulleiterin Petra Reuters Dank galt dem Landkreis, der einen Umbau der Küche zur Profiküche mit 180.000 Euro finanzieren wird.

„Der Landkreis lebt vom Tourismus“, bekräftigte auch Landrat Seefeldt. Der Tourismus sei eine Wachstumsbranche, die bundesweit um 25 Prozent, in Rheinland-Pfalz immerhin um 9 Prozent zugelegt habe, so Abteilungsleiter Hans-Joachim Bethge. „Es ist die schönste Branche der Welt“, so Bethge weiter. Die Ministerin solle nach Mainz dieses Statement mitnehmen, die Schule müsse erhalten bleiben.

Hotelier und Gastronom Thomas Langhauser, in der DEHOGA und in der Jugendbildung aktiv, hatte einige seiner Miniköche mitgebracht. Die Hotelfachschule Südliche Weinstrasse fungiert als Schirmherr, der Gutshof Ziegelhütte als Partner.

Thomas Langhauser sprach über das Miniköche-Projekt. Foto: Pfalz-Express/Ahme

Thomas Langhauser sprach über das Miniköche-Projekt.
Foto: Pfalz-Express/Ahme

Die Kinder fangen mit zehn Jahren als Miniköche an. Sie interessieren sich so frühzeitig für gesundes und natürliches Essen.

Sie erfahren etwas über die Herkunft der Lebensmittel und deren Weiterverarbeitung, aber auch die allgemeinen Serviceregeln sowie deren Umsetzung. Einen Einblick in die Vielfalt der gastronomischen Berufe, der eventuell bei einer späteren Berufswahl behilflich ist, erhalten die Kinder automatisch.

Die Ministerin genoss den Besuch in der BBS SÜW außerordentlich und war von dem Gesehenen begeistert.

 

Nach ihrem Besuch bei der BBS ging es in die nächste Schule, die Paul-Gillet Realschule plus.

Podiumsgespräch in der Paul Gillett Realschule plus in Edenkoben. Fotos: Pfalz-Express/Ahme

Podiumsgespräch in der Paul Gillet Realschule plus in Edenkoben.
Fotos: Pfalz-Express/Ahme

Das Bildungsministerium startete im Januar in die Wochen der Realschule plus und tauscht sich in dieser Zeit mit Schülern, Lehrern und Schulleitung über die vielfältigen Angebote dieser noch jungen Schulform aus.

Die Paul-Gillet-Realschule begrüßte ihren Gast mit Musik der Bläsergruppe und informierte über ihre Schule bei einem kleinen Rundgang.

„Die Realschule plus verbindet theoretische und praktische Bildung in besonderer Weise und ist damit eine tragende Säule im rheinland-pfälzischen Bildungssystem. An den landesweit 184 Realschulen plus werden den Schülern Perspektiven eröffnet und Orientierung geboten für einen erfolgreichen Start in das Leben nach der Schule“, so Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig .

An Infoständen konnte man sich über die Schule informieren. Foto: Pfalz-Express/Ahme

An Infoständen konnte man sich über die Schule informieren.
Foto: Pfalz-Express/Ahme

„Die Realschule plus ist eine Schule der Chancen für alle.“

An den Realschulen plus können die Schüler nach der 9. Klasse die Berufsreife erwerben oder nach der 10. Klasse mit dem Sekundarabschluss I abschließen. Einige Realschulen plus sind organisatorisch außerdem mit einer Fachoberschule (FOS) verbunden.

Hier können Schüler auch die Fachhochschulreife erreichen. Dadurch eröffnet die Realschule plus die Möglichkeit eine Ausbildung zu machen oder ein Studium aufzunehmen.

„Mit dem erfolgreichen Nebeneinander von theoretischer und praktischer Bildung bietet die Realschule plus den Schülern die besten Voraussetzungen, um an einer Beruflichen Schule oder der Fachoberschule darauf aufzubauen. Dadurch werden neue Qualifikationen geschaffen und Chancen für den Start ins Berufsleben eröffnet“, erklärt Stefanie Hubig.

Foto: Pfalz-Express/Ahme

Foto: Pfalz-Express/Ahme

Informationskampagne „Unser Plus an Bildung!“

Mit einer Informationskampagne verdeutlicht das Bildungsministerium die Durchlässigkeit und die damit verbundene Aufstiegsorientierung der Realschule plus. Die „Wochen der Realschule plus“ sind Teil dieser Informationskampagne.

Begleitet wird die Informationskampagne durch eine neue Broschüre mit dem Titel „Die Realschule plus – Unser Plus an Bildung“, die alle Grund- und Realschulen plus erhalten haben.
Neben Sachinformationen kommen darin auch Schüler sowie Vertreter von Betrieben, Universitäten und Kammern zu Wort.

In einem anschließenden Podiumsgespräch wurden Fragen zu den Zukunftsperspektiven der Fachoberschule von Ministerin Dr. Stefanie Hubig, Landrat Dietmar Seefeldt, Vertretern der Wirtschaft, Elternvertretern und ehemaligen Schüler diskutiert. (desa/red)

Die Bläsergruppe der Realschule sorgte für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung. Foto: Pfalz-Express/Ahme

Die Bläsergruppe der Realschule sorgte für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung.
Foto: Pfalz-Express/Ahme

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