Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März fordert der Landesvorsitzende des DGB Rheinland-Pfalz, Dietmar Muscheid, die eigenständige Existenzsicherung von Frauen endlich durch effektive Maßnahmen voran zu treiben.
„Es ist an der Zeit, gleichstellungspolitisch aufzuholen, denn bei der Geschlechtergerechtigkeit hinkt Deutschland gegenüber anderen europäischen Ländern hinterher“, so Muscheid.
Die Entgeltdifferenz zwischen Männern und Frauen liegt europaweit bei 17 Prozent, in Deutschland bei 22 Prozent und in Rheinland-Pfalz bei 21,6 Prozent. Die Erwerbstätigkeit von Frauen ist zwar gestiegen, aber leider all zu oft geprägt durch unfreiwillige Teilzeitarbeit und geringfügige Beschäftigung.
Als Ursache für die großen Unterschiede in der Teilhabe von Männern und Frauen am Arbeitsmarkt sieht Muscheid die Minijobs. Insgesamt arbeiten in Rheinland-Pfalz 382.430 Menschen in Minijobs, davon sind 244.489 Frauen. „63,9 Prozent aller Minijobs in Rheinland-Pfalz werden von Frauen ausgeübt. Diese Jobs sind vor allem für Frauen prekär, weil hier bis zu 450 Euro im Monat verdient werden darf, ohne Steuern und Sozialabgaben zu zahlen. Das führt langfristig zur Altersarmut von Frauen. Hinzu kommt, dass sich Minijobs als berufliche Sackgasse erwiesen haben. Denn wer einmal in den Minijob eingestiegen ist, findet meist nicht mehr den Weg zurück in ein reguläres Beschäftigungsverhältnis. Dazu kommt die Gefahr, als sogenannte „Aushilfe“ verbriefter Arbeitnehmer-Rechte beraubt zu werden“, so Muscheid.
„Frauen, die in die Minijob-Falle geraten sind, verfügen weder über ein existenzsicherndes Einkommen noch haben sie Aussicht auf eine auskömmliche Rente. Sie brauchen dringend eigene Perspektiven, um auch langfristig auf eigenen Beinen stehen zu können“, bilanziert Muscheid und fordert, alle Arbeitsverhältnisse gleich zu behandeln und ab der ersten Arbeitsstunde sozial abzusichern.
„Ich rufe Bund und Länder auf, die entsprechenden Rahmenbedingungen zu schaffen – damit Frauen über alle Lebensphasen hinweg eigenständig für ihre soziale Absicherung sorgen können“, so Muscheid zum Internationalen Frauentag 2013 abschließend.

Diesen Artikel drucken






Berlin – Im Corona-Lockdown sind in zahlreichen Branchen Minijobs weggebrochen, allen voran im Gastgewerbe. Dort fielen 325.000 Minijobs weg – ein Minus ...
Mainz – DGB-Landesvorsitzender Dietmar Muscheid warnt davor, sich von den aktuellen Arbeitslosenzahlen blenden zu lassen. „Es ist schön, dass die Frühjahrsbelebung jetzt ...
Berlin – Die Zahl der Minijobs in Privathaushalten ist in den vergangenen zehn Jahren kontinuierlich angestiegen. Das geht aus einer Datenreihe der ...
Berlin – Seit Jahresbeginn sind in Deutschland 237.000 gewerbliche Minijobs verschwunden. Das berichtet die „Welt“ unter Berufung auf den neuesten Quartalsbericht der ...
RLP – Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer fordert von der SPD eine Kurskorrektur bei der Hartz-IV-Gesetzgebung. Dreyers Vorstoß sei ein Schritt in ...
SÜW. Zum Internationalen Frauentag am 8. März mahnt Christine Schneider bei Debatten um Sternchenschreibweise oder gendergerechte Nationalhymne, sich nicht an den falschen ...
München- Hans-Werner Sinn, Präsident des Ifo-Instituts, sieht sich in seinen Bedenken gegen den gesetzlichen Mindestlohn bestärkt. „Der Wegfall von circa 170.000 bis ...
Mainz – „Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen ist in Rheinland-Pfalz im Juli saisonbedingt gestiegen.“ Dies teilten Ministerpräsidentin Malu Dreyer und ...
Baierbrunn – Viele Frauen in Deutschland übernehmen beim Flirten offenbar immer noch lieber die passive Rolle. Fast jede Zweite (45,1 Prozent) betont ...















