Ankara/Berlin – Mitarbeiter der Deutschen Botschaft in der Türkei erhalten Zugang zu dem in Istanbul inhaftierten Journalisten Deniz Yücel.
Das bestätigte das Auswärtige Amt am Montag. Bundesaußenminister Sigmar Gabriel habe am vergangenen Freitag seinen türkischen Amtskollegen um „konsularischen Zugang“ gebeten. Am Wochenende habe man ihm „positiv geantwortet“.
Am Montagmorgen hat „die Türkei auch noch einmal offiziell per Verbalnote bestätigt, dass wir morgen endlich Zugang zu Deniz Yücel erhalten werden, um uns nach schweren Tagen der Haft von seinem Wohlbefinden zu überzeugen“, so Gabriel.
Gegen den deutsch-türkischen „Welt“-Korrespondenten war 27. Februar dieses Jahres Haftbefehl erlassen worden. Der 43-jährige Journalist war vor der Verhaftung zunächst 13 Tage in Polizeigewahrsam. Ihm wird Unterstützung des Terrorismus und Terrorpropaganda vorgeworfen.
Die Bundesregierung kritisierte unterdessen das Vorgehen der türkischen Behörden im Fall Yücel als „unverhältnismäßig“. Laut Reporter ohne Grenzen sitzen derzeit rund 150 Journalisten in türkischen Gefängnissen. Mindestens 49 seien „in direktem Zusammenhang mit ihrer journalistischen Tätigkeit“ in Haft. (dts Nachrichtenagentur)

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