
Der Danziger Platz im Landauer Horst soll schöner und grüner werden: Beim Werkstattverfahren planen die Landauer mit.
Quelle: Stadt Landau
Landau. Wie soll der Danziger Platz im Landauer Horst künftig aussehen? Diese Frage bewegt viele Menschen im Quartier. Um Antworten zu finden, setzt die Stadt auf ein besonderes Verfahren: Statt hinter verschlossenen Türen zu planen, werden die Menschen vor Ort aktiv einbezogen.
Am Mittwoch, 1. Oktober 2025, geht das Werkstattverfahren nun in die nächste Runde – die Entwürfe wurden anhand der Ideen der Bürgerinnen und Bürger überarbeitet und werden nun vorgestellt. Der Quartiersrat ist erstmals stimmberechtigtes Jurymitglied.
Der Abend beginnt um 16:30 Uhr mit einem Gallery Walk. Dabei können alle Gäste entspannt ankommen, durch die Ausstellung schlendern und sich die überarbeiteten Entwürfe der Planungsbüros an den Stellwänden anschauen.
Ab 17 Uhr startet dann die eigentliche Planungswerkstatt mit einer kurzen Einführung und den überarbeiteten Entwürfen der Büros Bierbaumaichele, Modusconsult und SNOW. Sie zeigen, wie sie ihre Ideen für die Umgestaltung des Danziger Platzes weiterentwickelt haben. Besonders wichtig: Schon in der ersten Werkstatt konnten Bürger ihre Anregungen einbringen – und genau diese Rückmeldungen sind nun in die neuen Pläne eingeflossen. So entstehen Schritt für Schritt Entwürfe, die nicht nur von Fachleuten, sondern auch von den Menschen vor Ort mitgestaltet werden.
Gegen 18:30 Uhr endet der öffentliche Teil. Doch bevor die Gäste gehen, können sie selbst aktiv mitgestalten: Jede und jeder darf mit einem Klebepunkt den persönlichen Favoriten markieren und so der Jury ein wichtiges Signal geben.
Im Anschluss tritt die Jury zusammen, reflektiert die Entwürfe und bezieht dabei auch die Publikumsstimmen ein. Am Ende steht eine Empfehlung an den Stadtrat, welcher Entwurf weiterverfolgt werden soll.
Das Besondere: In Landau wird Stadtentwicklung im Miteinander gestaltet. Während Planungswettbewerbe üblicherweise nur in nicht-öffentlichen Jurysitzungen stattfinden, geht die Stadt bewusst einen anderen Weg: Sie setzt auf Transparenz, Dialog und echte Beteiligung. Bürger sind hier nicht bloß Zuschauer, sondern können ihre Ideen und Anregungen aktiv einbringen. Dieses offene Verfahren ist bundesweit eine Seltenheit.
Oberbürgermeister Dr. Dominik Geißler betont: „Stadtentwicklung darf kein Projekt hinter verschlossenen Türen sein. Uns ist wichtig, dass die Menschen, die hier leben, ihre Ideen und Wünsche einbringen können. Nur so entsteht ein Danziger Platz, der wirklich zu Landau passt und von allen mitgetragen wird.“
Die Dokumentation der ersten Planungswerkstatt sowie die Pläne der Zwischenpräsentation können unter www.mitredeninLD.de eingesehen werden.
Die Planung zum Umbau des Danziger Platzes wird durch das Städtebauförderprogramm des Bundes „Sozialer Zusammenhalt Landau Horst“ gefördert.

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