Stuttgart – Der Autohersteller Daimler befürchtet einen Rufschaden, weil rechte Gruppen in den Betriebsrat im Stammwerk in Stuttgart-Untertürkheim drängen.
Man beobachte die Entwicklung bei den anstehenden Betriebsratswahlen im März „sehr genau und mit Sorge“, sagte ein Konzernsprecher den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Die Ausrichtung solcher Gruppen widerspreche Werten wie Respekt, Offenheit, Vielfalt, Toleranz und Internationalität.
Die geschäftsführende Arbeitsministerin Katarina Barley (SPD) zeigte sich ebenfalls alarmiert. „Dass offenbar rechte und rechtsextreme Personen in den Betriebsräten an Einfluss gewinnen, ist besorgniserregend.“ Eine hohe Wahlbeteiligung ist das beste Mittel, um rechtes Gedankengut erst gar nicht in die Betriebsräte kommen zu lassen.“ Es gehe in den Betrieben auch darum, demokratische Werte zu verteidigen.
DGB-Chef Reiner Hoffmann äußerte sich weniger besorgt. „Wir haben 28.000 Betriebe, in denen Betriebsräte gewählt werden. Wenn sich in 100 Betrieben AfD-Leute durchsetzen, dann ist das verschwindend gering“, sagte der DGB-Chef. Der DGB schaue sich die Entwicklung aber „sorgfältig an“.
Im Fokus steht die Plattform „Zentrum Automobil“, die der IG Metall Konkurrenz machen will und die von Experten am rechten politischen Rand verortet wird. Der Betriebsrat des Daimler-Werks in Untertürkheim distanzierte sich am Dienstag von der Gruppierung, die dem Ruf der Belegschaft schade.
„Das Werk Untertürkheim erscheint in den Medien mittlerweile als ein Sammelbecken für Neonazis und ein Zentrum rechtsextremer Umtriebe“, heißt es in einer Erklärung.
Die Plattform tritt nicht nur bei Daimler auf, sondern unter anderem auch im BMW-Werk in Leipzig – unter der Bezeichnung „Interessengemeinschaft Beruf und Familie“. (dts Nachrichtenagentur)
Gefällt Ihnen unsere Zeitung?
Fügen Sie den Pfalz-Express als bevorzugte Quelle bei Google hinzu. So verpassen Sie keine wichtigen Nachrichten aus der Region.
⭐ Bei Google als bevorzugte Quelle hinzufügen
Diesen Artikel drucken




Berlin – Der Bundesvize der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), Christian Bäumler, hat Daimler-Chef Ola Källenius für dessen Positionierung gegen rechte Umtriebe im Stammwerk ...
Wörth/Germersheim/Offenbach – Im Zuge der bundesweiten Protestwoche gegen das Sparprogramm bei Daimler finden am 24. November im GLC Germersheim, dem Außenstandort Offenbach ...
Stuttgart – Der Autobauer Daimler setzt den Großteil der Produktion in Europa für zunächst zwei Wochen aus. Grund sei die „sich zuspitzende ...
Wörth – Mehr als 1.800 Beschäftigte des Daimler LKW-Werks in Wörth folgten dem Aufruf der IG Metall Neustadt und demonstrierten am Donnerstag ...
Wörth – Das Daimler-Lkw-Werk in Wörth beschäftigt zum neuen Jahr 350 Leiharbeitern weniger. Das Werk trennt sich zum 31. Dezember von den ...
Stuttgart – Mercedes-Benz wird laut einem Bericht des Nachrichten-Magazins „Der Spiegel“ eine Fabrik in Brasilien errichten, weil der Verkauf von importierten Fahrzeugen ...
Wörth – Daimler investiert eine Milliarde Euro in das LKW-Werk in Wörth Standortchef Gerald Jank und Betriebsratsvorsitzender Ulli Edelmann hatten das Zukunftspaket ...
Berlin- Die Betriebsräte der Deutschen Bahn sind in großer Sorge. „Auch 25 Jahre nach der Bahnreform ist die Schieneninfrastruktur des Bundes weiter ...
Stuttgart – Der ehemalige FBI-Chef Louis Freeh sieht den vor wenigen Jahren noch in Schmiergeldskandale verwickelten Fahrzeugkonzern Daimler als geläutert an. „Das ...












