
Cannabis-Pflanze.
Foto: Pfalz-Express
Seit kurzem ist es nun auch in Deutschland legal, Cannabis anzubauen. Allerdings müssen diejenigen, die im eigenen Garten Hanfanbau betreiben möchten, einige Regelungen beachten.
Nach langen Diskussionen hat die Bundesregierung ihre Zustimmung zu der Legalisierung von Cannabis gegeben. Somit ist es seit dem 1. April dieses Jahres legal, bis zu 50 Gramm Cannabis zum Eigenkonsum zu besitzen. Daneben dürfen in privaten Gärten ebenfalls bestimmte Mengen angebaut werden.
Pro volljähriger Person sind maximal drei Cannabispflanzen erlaubt. Allerdings dürfen die Pflanzen für Minderjährige nicht zugänglich sein. Aktuell ist es noch nicht zu spät, Hanf auszusäen. Was dabei zu beachten ist, erklärt der folgende Beitrag.
Weibliche Pflanzen beinhalten besonders viele Cannabinoide
Sollen im eigenen Garten schon bald Cannabispflanzen erblühen, ist es empfehlenswert, diese so zu umzäunen, dass von außen weder eine Einsicht noch ein Zugriff möglich ist. Spielen im Garten auch Kinder, sollte die Idee umgehend wieder verworfen werden. Im Übrigen ist es weiterhin nicht erlaubt, Cannabis in Kleingartenanlagen anzubauen.
Bei Hanf handelt es sich um zweihäusige Pflanzen. Das bedeutet, dass es männliche und weibliche Pflanzen gibt. Eine hohe Konzentration an Cannabinoiden, vor allem dem THC, steckt allerdings nur in den weiblichen Pflanzen. Für ihren Anbau eignen sich beispielsweise Cannabis-Samen, wie die autoflowering Samen auf Sensoryseeds.
Für die Ernte von besonders gehaltvollen, weiblichen Blüten ist es nötig, vor der Bestäubung die männlichen Pflanzen zu entfernen − ansonsten werden weniger Cannabinoide gebildet. Für die Unterscheidung der Geschlechter ist allerdings die Blütenbildung abzuwarten. Die männlichen Blüten weisen kleine Kugeln auf, die weiblichen zeichnen sich durch Stempel aus, die kleine, weiße Drüsenhärchen besitzen.
Die angesprochenen feminisierten Cannabissamen bilden jedoch ohnehin nur weibliche Pflanzen aus.
Diese Wachstumsbedingungen brauchen Cannabispflanzen
Frühestens können die Pflanzen ab Mitte April angebaut werden. Ideal geeignet ist dafür ein frostgeschütztes Gewächshaus oder eine helle Fensterbank. Wichtig zu beachten: Es ist sehr viel Licht nötig , damit die Keimlinge zu wachsen beginnen. Es sollte außerdem eine Temperatur zwischen 20 und 25 Grad herrschen.
Dies ist auch der Grund, warum das Aussäen unter freiem Himmel oft nicht von Erfolg gekrönt ist. Findet die Aussaat zu spät statt, fällt die Vegetationszeit nicht lang genug aus. Darüber hinaus sind die Keimlinge auf eine hohe Luftfeuchtigkeit angewiesen. Ein Vorziehen in einem Minigewächshaus ist daher ratsam.
Herrschen ideale Wachstumsbedingungen, findet das Keimen bereits nach drei bis sieben Tagen statt. Die Pflanzen wachsen sehr schnell, sofern sie ausreichend Licht erhalten. Nach draußen kann die Pflanze ziehen, sobald sie vier bis fünf echte Blattpaare gebildet hat. Der neue Standort sollte sich dann als sonnig und warm zeigen.
Das richtige Düngen von Cannabis
Da es sich bei Hanfpflanzen um Starkzehrer handelt, sollte ein wenig Langzeitdünger oder Kompost in das Pflanzloch gegeben werden. Während der Wachstumsphase sind die Pflanzen außerdem regelmäßig zu düngen. Geeignet sind dafür beispielsweise Flüssigdünger. Zu empfehlen ist außerdem ein humoses Substrat, dessen pH-Wert sich zwischen 6 und 7 bewegt.
Hanfpflanzen gehören zudem zu den Tiefwurzlern. Der Boden muss dementsprechend tiefgründig ausfallen. Klee, Bohnen oder Erbsen eignen sich hervorragend, um sie in direkter Nachbarschaft zu pflanzen. Schädlinge lassen sich außerdem durch den nahegelegenen Anbau von Koriander, Zitronenmelisse oder Kamille fernhalten.
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