
V.li.: Karl Dieter Wünstel, der Regine Kantowsky vorgeschlagen hatte, die Preisträgerin selbst und Bürgermeister Karlheinz Henigin.
Foto: v. privat
Hatzenbühl – Regine Kantowsky aus Hatzenbühl ist für ihr ehrenamtliches Engagement mit der Bundesverdienstmedaille ausgezeichnet worden.
Am 19. Januar erhielt sie in Neustadt die vom Bundespräsidenten Dr. Joachim Gauck verliehene hohe Auszeichnung aus den Händen des Präsidenten der SGD Süd, Prof. Dr. Hans-Jürgen Seimetz.
Der Vorschlag für Regina Kantowsky kam von Karl Dieter Wünstel, dem CDU-Ortsvorsitzenden von Hatzenbühl und ersten Beigeordneten der Verbandsgemeinde Jockgrim. Regine Kantowsky wurde für ihren jahrzehntelangen Einsatz im sozialen, kirchlichen, kulturellen und politischen Bereich ausgezeichnet.
In der evangelischen Kirchengemeinde wurde sie nach 36 Jahren als Presbyterin inzwischen zur Ehrenpresbyterin ernannt. 25 Jahre lang wirkte sie außerdem als Lektorin. Zudem ist sie seit Beginn des Hatzenbühler Weihnachtsmarkts vor 35 Jahren auch dort für soziale Zwecke (Brot für die Welt, Tafel Wörth) aktiv.
Im kulturellen Leben ihrer Heimatgemeinde hat Regine Kantowsky sich über mehrere Jahrzehnte hinweg als Regisseurin und Schauspielerin in der Theatergruppe der katholischen Frauengemeinschaft (KFD) engagiert; zudem betreute sie die Theatergruppe des Heimatvereins Leimersheim als Regisseurin.
Auch in den Singkreisen der Frauengemeinschaft Hatzenbühl und der evangelischen Kirche in Erlenbach war sie über Jahrzehnte eine treibende Kraft: Regine Kantowsky verstand es immer, ihre Mitmenschen nachhaltig für die gute Sache zu begeistern und zu motivieren.
Kantowsky war auch kommunalpolitisch aktiv: Als Mitglied der Unabhängigen Wählergruppe (UWG) gestaltete sie die Entwicklung Hatzenbühls über zwölf Jahre hinweg mit.
Dazu kommt eine lange Reihe weiterer Aktivitäten, die sie mit Elan und enormem persönlichen Einsatz wahrnahm – zusätzlich zu ihren umfangreichen familiären Verpflichtungen.
Besondere Bedeutung erlangt das Engagement von Regine Kantowsky vor dem Hintergrund, dass sie durch die Pflege, Betreuung und Sterbebegleitung Sohnes, ihres Bruders und ihres Mannes intensiv eingebunden war. Um adäquat helfen zu können. hatte sie sich von den Maltesern Hatzenbühl zur Schwesternhelferin ausbilden lassen. Darüber hinaus war sie auch stets an der Seite ihrer pflegebedürftigen Schwiegermutter.
Das Engagement von Regine Kantowsky war nie auf Vereinsmitglieder, Mitglieder ihrer Konfession oder Einzelne beschränkt – alle ihre Aktivitäten dienten der Gemeinschaft und erfolgten unentgeltlich und von ihrer Seite aus wie selbstverständlich.
Der eigentliche und nicht in Zeiten oder Funktionen fassbare Verdienst von Regine Kantowsky liegt jedoch in ihrer Fürsorglichkeit: Sie kümmert sich nach wie vor aktiv, regelmäßig und uneigennützig in Form von Hilfe jeglicher Art, per Besuche, Telefonate oder Briefe um ihre Mitmenschen. Sie hat stets ein offenes Ohr für Sorgen und Nöte und – auch das ist nicht selbstverständlich – sie bietet den Menschen Zeit.
Ihre Auszeichnung mit der Bundesverdienstmedaille ist hoch verdient, ist die einhellige Meinung nach Bekanntwerden der Ehrung. „Regine Kantowsky ist ein großes Vorbild und eine herausragende Persönlichkeit unserer Gemeinde“, so Karl Dieter Wünstel.

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