
Deutsches Kriegsschiff
Foto: dts Nachrichtenagentur
Der Bundestag hat zwei Auslandseinsätze der Bundeswehr verlängert – im Roten Meer und im Südsudan. Beide Mandate sind zunächst bis Ende Oktober 2026 befristet.
In namentlicher Abstimmung votierten am Donnerstagabend 436 Abgeordnete für die Fortsetzung des Einsatzes im Roten Meer, 69 stimmten dagegen, 77 enthielten sich.
Die Bundesregierung begründet die Verlängerung mit anhaltenden Angriffen der radikalislamischen Huthi-Miliz auf Schiffe im Roten Meer und in der Meerenge Bab al-Mandab. Diese Angriffe bedrohten die Freiheit der Seeschifffahrt und damit eine der wichtigsten Handelsrouten zwischen Asien und Europa, heißt es im Antrag.
Deutschland beteiligt sich im Rahmen der EU-geführten Mission „Eunavfor Aspides“ an der Sicherung der internationalen Schifffahrt. Künftig sollen dafür bis zu 350 Soldaten eingesetzt werden, halb so viele wie bisher.
Das Einsatzgebiet umfasst das Rote Meer, den Golf von Aden, den Arabischen Golf und angrenzende Seegebiete. Der Auftrag reicht vom Schutz und der Begleitung von Handelsschiffen über die Aufklärung bis hin zur Kooperation mit internationalen Partnern. Die Bundesregierung beziffert die einsatzbedingten Zusatzausgaben auf rund 23,9 Millionen Euro.
Ebenfalls verlängert wurde der Einsatz im Südsudan. Dort stimmten 495 Abgeordnete für die Fortsetzung des Mandats, 72 lehnten ab, vier enthielten sich. Bis zu 50 Soldaten sollen weiterhin Teil der UN-Mission UNMISS bleiben. Ihr Auftrag umfasst den Schutz von Zivilisten, die Beobachtung der Menschenrechtslage, die Absicherung humanitärer Hilfe sowie Unterstützung beim Friedensprozess.
Für die kommenden zwei Jahre rechnet die Bundesregierung hier mit einsatzbedingten Kosten von rund einer Million Euro. (dts Nachrichtenagentur / red)

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