Berlin – Der Bundesnachrichtendienst (BND) richtet ein zunehmendes Augenmerk auf den Balkan und hier insbesondere auf Bosnien-Herzegowina.
Das berichtet die „Berliner Zeitung“ unter Berufung auf Berliner Sicherheitskreise. In dem Zusammenhang gebe es auch eine zunehmende Kooperation mit anderen Diensten, heißt es.
Hauptgrund dafür seien wachsende islamistische Bestrebungen in der Region. Außerdem investieren die Golfstaaten, allen voran Saudi-Arabien, viel Geld, um die bisher dort geltende gemäßigte Spielart des Islam durch eine radikalere Variante der eigenen so genannten wahhabitischen Prägung zu ersetzen.
Aus keinem europäischen Land schlossen sich, gemessen an der Bevölkerungsgröße, in den vergangenen Jahren so viele Kämpfer dschihadistischen Gruppen an wie aus Bosnien. Bosnien-Herzegowina gilt wie alle Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawien als höchst zerbrechliches Gebilde.
BND-Präsident Bruno Kahl sagte vor zwei Wochen bei einem Vortrag vor der CSU-nahen Hanns-Seidel-Stiftung, eine treibende Kraft der internationalen Politik sei der demographische Wandel. Der wiederum habe neben zunehmenden Flüchtlingsströmen die Entstehung schwacher Staaten zur Folge, die anfällig seien für Bürgerkriege und Terroristen als Rückzugs- bzw. Operationsgebiet dienen könnten.
Wörtlich erklärte er dann: „Der Fragile States Index 2016 liefert in diesem Zusammenhang aus deutscher Sicht ein wenig ermunterndes Bild. Dort werden Bosnien-Herzegowina, Albanien, Serbien, Mazedonien, Weißrussland, Moldawien, die Ukraine und Russland in die Kategorien Warning bis High Warning eingeordnet.“
Im Fokus des BND ist der Balkan schon länger. Dies hat mit der Tatsache zu tun, dass dort in den 90er Jahren Bundeswehr-Soldaten stationiert wurden. Im Kosovo ist die Bundeswehr immer noch. (dts Nachrichtenagentur)

Diesen Artikel drucken




Berlin – Die illegale Migration über die Türkei, Griechenland und den Balkan nimmt wieder zu. Nach einer internen Einschätzung des Bundesinnenministeriums (BMI), ...
Berlin – Das Bundesamt für Migration (BAMF) will Flüchtlingen aus den Staaten des West-Balkan das staatlich gezahlte Taschengeld pro Monat kürzen oder ...
Berlin – Die Gruppierung „Identitäre Bewegung“ (IB) ist ins Visier der Sicherheitsbehörden des Bundes und der Länder geraten. Die Gruppierung sei „bereits ...
Düsseldorf – Die nordrhein-westfälischen Sicherheitsbehörden gehen im Kampf gegen kriminelle arabische Familienclans nun auch verstärkt gegen sogenannte Barbershops vor. „Erste Erkenntnisse zeigen, ...
Ljubljana – Slowenien warnt vor einer neuen Verschärfung der Flüchtlings-Situation auf dem Balkan. „Auf der Balkan-Route herrscht wieder enormer Druck“, sagte der ...
Bonn – Das Bundeskartellamt will künftig verstärkt digitale Kartelle durch Preissoftware ins Visier nehmen. „Ich bin mir sicher, dass wir uns in ...
Berlin- Der Hamburger Verfassungsschutzchef Torsten Voß warnt vor einer zunehmenden Radikalisierung der Proteste gegen die Corona-Maßnahmen. „Immer mehr Protestler stellen mit ihren ...
Den Haag – Ratko Mladic, ehemaliger General der bosnisch-serbischen Armee, ist vom Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien in Den Haag zu ...
Berlin – Der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber hat Bedenken gegen die Nutzung der sozialen Netzwerke Instagram, Tiktok und Clubhouse in Bundesbehörden geäußert. „In ...














