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Besenreiser sind weit verbreitet und betreffen insbesondere Frauen. Meist treten sie an den Beinen oder im Gesicht auf und stellen hauptsächlich ein ästhetisches Problem dar.
Auch wenn sie in den meisten Fällen harmlos sind, können sie auf eine beginnende Venenschwäche hinweisen. Deshalb ist es wichtig, die Ursachen zu kennen, mögliche Risikofaktoren zu verstehen und geeignete Behandlungsmöglichkeiten abzuwägen.
Was sind Besenreiser?
Besenreiser sind kleine, netzartige Venen, die durch ihre bläuliche oder rötliche Färbung deutlich sichtbar unter der Haut erscheinen. Viele Betroffene empfinden sie daher als optisch störend. Besonders häufig zeigen sie sich an den Beinen – vor allem an den Außenseiten der Oberschenkel, in den Kniekehlen, an den Innenseiten der Unterschenkel sowie im Bereich der Fußknöchel.
Aus medizinischer Sicht zählen Besenreiser zu den Krampfadern. Typisch für sie ist, dass sie sich bei leichtem Druck mit dem Finger kurzzeitig „wegdrücken“ lassen – jedoch füllen sie sich unmittelbar danach wieder mit Blut und treten erneut sichtbar hervor.
Wie sehen Besenreiser im Anfangsstadium aus?
Im Anfangsstadium sehen Besenreiser oft sehr dezent aus und werden leicht übersehen oder mit Hautrötungen verwechselt. Hier sind typische Merkmale von Besenreisern im Anfangsstadium:
- Zunächst erscheinen sie als dünne rote Linien, ähnlich wie Spinnweben oder kleine Äste.
- Oft verlaufen sie oberflächlich unter der Haut und sind nur bei genauerem Hinsehen sichtbar.
- Mit der Zeit kommen mehr Äderchen hinzu und bilden Netze oder fächerartige Muster.
- Anfangs sind sie rötlich, können sich jedoch mit der Zeit bläulich oder violett verfärben, je nachdem, wie viel Blut in den erweiterten Venen gestaut ist.
- Die ersten Besenreiser treten häufig an typischen Stellen wie Oberschenkeln, Kniekehlen oder Knöcheln auf.
- In der Frühphase verursachen Besenreiser in der Regel keine Schmerzen oder Schwellungen.
Wer Besenreiser entdeckt, die sich noch im Anfangsstadium befinden, kann mit gezielten Maßnahmen vorbeugen, dass sich die Besenreiser verschlimmern oder vermehren. Empfohlen wird ein gesunder Lebensstil, viel Bewegung, durchblutungsfördernde Massagen und Hautpflegeprodukte wie die Biovolen Algensalbe, die das Bindegewebe und somit die Gefäßwände stärken können.
Welche Ursachen haben Besenreiser?
Die Entstehung von Besenreisern wird durch verschiedene Faktoren begünstigt. Grundsätzlich spielen dabei sowohl genetische als auch äußere Einflüsse eine Rolle.
Besenreiser treten bei Frauen häufiger auf als bei Männern, was unter anderem auf hormonelle Einflüsse zurückzuführen ist. Auch das Alter ist ein bedeutender Faktor: Mit den Jahren verlieren die Hautvenen an Elastizität, wodurch sie sich leichter erweitern können. Eine vererbte Bindegewebsschwäche kann das Risiko zusätzlich erhöhen.
Weitere Risikofaktoren umfassen:
- Bewegungsmangel
- Überwiegend stehende oder sitzende Tätigkeiten
- Rauchen und Alkoholkonsum
- Bluthochdruck
- Übergewicht
- Hormonelle Veränderungen, z. B. durch Schwangerschaft, Wechseljahre oder die Einnahme hormoneller Verhütungsmittel (z. B. die „Pille“)
- Familiäre Vorbelastung
Sind Besenreiser gefährlich?
Besenreiser gelten grundsätzlich als harmlos und verursachen in der Regel keine körperlichen Beschwerden. Im Gegensatz zu größeren Krampfadern müssen sie meist nicht medizinisch behandelt werden. Für viele Betroffene stellen sie jedoch ein ästhetisches Problem dar.
Trotz ihrer Unbedenklichkeit können Besenreiser ein Frühzeichen einer chronischen Venenschwäche sein. Diese betrifft nicht nur die oberflächlichen Hautvenen, sondern unter Umständen auch die tiefer liegenden Gefäße. Besonders dann, wenn zusätzlich Symptome wie:
- schwere oder geschwollene Beine,
- Schmerzen,
- ein Wärme- oder Spannungsgefühl,
- oder geschwollene Knöchel
auftreten, ist es ratsam, die Venen von einem Arzt untersuchen zu lassen.
Wann sollte man mit Besenreisern zum Arzt?
Zum Arzt muss man bei Besenreisern nicht zwingend sofort, aber in bestimmten Fällen sollte man auf jeden Fall zu einem Arzt gehen. Hier sind die wichtigsten Merkmale, in denen eine ärztliche Abklärung sinnvoll oder notwendig ist:
Ärztliche Abklärung ist notwendig wenn Begleitbeschwerden auftreten:
- Schweregefühl in den Beinen
- Schwellungen (besonders an Knöcheln oder Unterschenkeln)
- Schmerzen, vor allem beim längeren Stehen oder Gehen
- Wärme- oder Spannungsgefühl
- Nächtliche Wadenkrämpfe
- Kribbeln oder Taubheitsgefühle in den Beinen
Ärztliche Abklärung ist notwendig wenn weitere Venenveränderungen auftreten:
- z. B. Krampfadern, verhärtete Venen, oder verfärbte Hautstellen
- Die Besenreiser schnell zunehmen oder großflächig auftreten
Ärztliche Abklärung ist notwendig wenn ein familiäres Risiko besteht:
- Wenn nahe Angehörige (Eltern, Geschwister) an Krampfadern oder chronischen Venenerkrankungen leiden
Der richtige Ansprechpartner ist ein Facharzt für Phlebologie (Venenheilkunde) oder ein Gefäßspezialist. Auch viele Hausärzte können eine erste Einschätzung geben und gegebenenfalls zu einem Facharzt überweisen.
Wie kann man Besenreiser entfernen?
Zur Entfernung von Besenreisern stehen zwei gängige Verfahren zur Auswahl: Sklerosierungstherapie (Verödung) und Lasertherapie. Welche Methode zum Einsatz kommt, hängt vor allem von der Größe und Ausprägung der betroffenen Äderchen ab. Grundsätzlich lassen sich alle Formen von Besenreisern entfernen – selbst sehr feine Gefäße im Gesicht.
Vor jeder Behandlung sollte ein ausführliches Beratungsgespräch mit einem Venenspezialisten stattfinden. Dabei werden individuelle Fragen, mögliche Risiken, die Eignung der Methode sowie die entstehenden Kosten besprochen. Wichtig zu wissen: Da Besenreiser in der Regel ein kosmetisches Problem darstellen, übernehmen gesetzliche Krankenkassen die Kosten nicht. Folgende Behandlungsmöglichkeiten gibt es:
Sklerosierungstherapie (Verödung)
Bei dieser Methode wird mithilfe einer feinen Nadel ein sogenanntes Verödungsmittel direkt in die betroffenen Gefäße gespritzt – entweder als Flüssigkeit oder als Schaum. Schaumsklerosierung ist besonders bei größeren oder stärker ausgeprägten Besenreisern effektiv. Die Substanz löst eine gezielte Entzündungsreaktion aus, durch die die Venenwände verkleben. Das Blut wird umgeleitet, und die behandelte Vene wandelt sich in funktionsloses Bindegewebe um, das nach und nach vom Körper abgebaut wird – die Äderchen verblassen sichtbar.
Um mögliche Unverträglichkeiten auszuschließen, empfiehlt sich im Vorfeld ein Allergietest. Nach der Behandlung sind oft Kompressionsstrümpfe und viel Bewegung ratsam, um die Heilung zu unterstützen. Je nach Größe der behandelten Gefäße kann die Abheilungsdauer variieren.
Lasertherapie
Die Lasertherapie eignet sich vor allem für kleine und oberflächliche Besenreiser mit einem Durchmesser von bis zu zwei Millimetern. Durch energiereiches Laserlicht wird die Gefäßwand erhitzt und verschlossen. Das darin befindliche Blut gerinnt, und die betroffene Vene wird vom Körper nach und nach abgebaut. Neben Lasern kommen auch Blitzlampen, Hochfrequenzgeräte oder Radiofrequenztechnik zum Einsatz. Im Gegensatz zur Verödung ist keine Kompressionstherapie im Anschluss erforderlich. Bei größeren Flächen können jedoch mehrere Sitzungen nötig sein.
Cremes gegen Besenreiser
Cremesgegen Besenreiser zielen vor allem darauf ab, die betroffenen Hautpartien zu pflegen, die Gefäßwände zu stärken und die Mikrozirkulation anzuregen. Die regelmäßige Anwendung solcher Präparate kann helfen, die feinen Äderchen optisch zu mildern und die Haut insgesamt gesünder und widerstandsfähiger erscheinen zu lassen.
Sie ersetzen jedoch keine medizinische Therapie, können aber durchaus unterstützend wirken. Besonders beliebt bei der Pflege von Besenreisern sind Salben mit Algen-Extrakt. Algen enthalten eine Vielzahl wertvoller Inhaltsstoffe, die die Haut, die Durchblutung und die Gefäßfunktion positiv beeinflussen können.
Kompressionstherapie
Die Kompressionstherapie ist eine beliebte Maßnahme zur Unterstützung der Venengesundheit. Durch das Tragen spezieller Kompressionsstrümpfe wird ein gleichmäßiger Druck auf die Beine ausgeübt. Dieser Druck fördert den venösen Rückfluss und verhindert, dass sich Blut in den oberflächlichen Venen staut – eine der Hauptursachen für Besenreiser.
Obwohl Kompressionsstrümpfe Besenreiser nicht direkt „verschwinden“ lassen, können sie verhindern, dass sich neue bilden oder bestehende sich vergrößern. Sie sind besonders bei Menschen empfehlenswert, die viel sitzen oder stehen, etwa im Beruf.
Hochfrequenz- oder Radiofrequenzbehandlung
Eine weitere minimalinvasive Methode ist die Behandlung mit Hochfrequenzstrom oder Radiofrequenzenergie. Dabei wird durch eine feine Sonde Wärme erzeugt, die gezielt die Gefäßwände der Besenreiser verschließt. Das Verfahren ist besonders gewebeschonend und kann ambulant durchgeführt werden. Ähnlich wie bei der Lasertherapie wird das betroffene Gefäß im Anschluss vom Körper abgebaut. Diese Methode eignet sich besonders bei empfindlicher Haut oder wenn Lasern nicht möglich ist.
Lymphdrainage und Massagen
Sanfte Lymphdrainagen oder Massagen können dazu beitragen, angestaute Flüssigkeit im Gewebe abzutransportieren und den venösen Rückfluss zu unterstützen. Besonders bei schweren, müden Beinen oder Neigung zu Wassereinlagerungen kann dies sehr förderlich sein.
Auch manuelle Anwendungen mit durchblutungsfördernden Ölen oder kühlenden Gels können das Hautbild verbessern und die Beine entlasten. Sie ersetzen allerdings keine medizinische Behandlung bei stärker ausgeprägten Besenreisern.
Bewegungstherapie und gezielter Muskelaufbau
Regelmäßige Bewegung ist eine der wichtigsten Maßnahmen zur Vorbeugung und Linderung von Besenreisern. Durch Muskelaktivität – besonders in den Waden – wird die sogenannte Muskelpumpe aktiviert, die das venöse Blut effizient zurück zum Herzen transportiert. Sportarten wie Spazierengehen, Radfahren, Schwimmen oder Venengymnastik eignen sich ideal zur Verbesserung der Beinvenen. Auch gezielte Übungen für die Wadenmuskulatur können helfen, die Entstehung neuer Besenreiser zu verhindern.
IPL (Intense Pulsed Light)
Die IPL-Technologie, bekannt aus der ästhetischen Dermatologie, nutzt intensiv gepulstes Licht zur Behandlung feiner Blutgefäße. Die Lichtenergie wird vom Blutfarbstoff aufgenommen und verschließt die Besenreiser durch thermische Wirkung. Diese Methode eignet sich vor allem für sehr feine und flächige Gefäßveränderungen, beispielsweise im Gesicht (Couperose). Da das Licht mehrere Hautschichten durchdringen kann, ist die Behandlung relativ schonend, erfordert aber meist mehrere Sitzungen.
Fazit
Besenreiser sind in der Regel gesundheitlich unbedenklich, können aber ein erstes Warnsignal für eine beginnende Venenerkrankung darstellen. Wer unter den feinen Äderchen leidet – sei es aus kosmetischen oder gesundheitlichen Gründen –, sollte nicht zögern, eine fachärztliche Beratung in Anspruch zu nehmen. Moderne Behandlungsmethoden wie Sklerosierung oder Lasertherapie ermöglichen eine gezielte und effektive Entfernung.
Gleichzeitig spielen Prävention, ein gesunder Lebensstil und unterstützende Hautcremes eine große Rolle. Früh erkannt und richtig behandelt, lassen sich sowohl ästhetische als auch gesundheitliche Folgen langfristig vermeiden.
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