
Petra Dick-Walther, Architekt Tillmanns, Minister Schweitzer und Bürgermeister Glogger (v.l.n.r.) mit einem Modell der zukünftigen Therme.
Foto: Pfalz-Express/Ahme
Bad Dürkheim. „Bad Dürkheim feiert das Wasser im Kurpark“: Bis 1. Mai wurden das sogenannte „Dichtfest“, der Baufortschritt der Therme und 10 Jahre Isenach im Kurpark der Stadt gefeiert.
Dichtfest der Therme
Beim „Dichtfest“ stand der Thermenneubau im Mittelpunkt. Inzwischen wächst der Rohbau in die Höhe und es sind alle Thermalbecken fertig gestellt und „dicht“. Am 29. April waren Gäste und Interessierte eingeladen, am Empfang der Stadt zum Baufortschritt an der Baustelle teilzunehmen und das „Dichtfest“ zusammen zu feiern.
Das „Dichtfest“ ist ein wichtiger Meilenstein im Bauprozess, der im April 2021 mit der Freigabe des Bauprojekts und damit des Zuschusses durch das Land begann. Am 12. Mai 2021 fand der offizielle Spatenstich mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer statt.
Und nun das „Dichtfest“ bei dem quasi ein Zwischenstand präsentiert wurde. Ein Modell des Projekts, Pläne und Fotografien verdeutlichten, wie das Projekt bei seiner Fertigstellung aussehen wird.
Als Vertreter des Landes Rheinland-Pfalz waren Alexander Schweitzer (SPD), Minister für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung und Staatssekretärin Petra Dick-Walther vor Ort.
„Gesundheit, Wellnesss und Tourismus haben Veränderungen erfahren“, so Schweitzer. Kurorte lägen im Wettstreit miteinander, aber, so der Südpfälzer Schweitzer gut gelaunt, „die Menschen gehen noch e bissel gerner nach Bad Dürkheim“.
Wobei er dem heimatlichen Kurort Bad Bergzabern natürlich keineswegs eine ebensolche Bedeutung absprechen wollte, wie er deutlich machte.
„Nach zwei Jahren Bauzeit kann man nun erahnen, wie schön die Therme sein wird“, so Bürgermeister Christoph Glogger. 120 Jahre hat Bad Dürkheim das „Bad“ schon im Namen, vor 13 Jahren wurde der durch einen Brand zerstörte Gradierbau wieder neu errichtet und seit gut 10 Jahren hat die Isenach wieder renaturiert ihren Platz durch den Kurpark gefunden. „Wein, Wald, Wellness“ – das gehöre in Bad Dürkheim zusammen, so Glogger.
Architekt Tillmanns erklärte, dass die Vergaberichtlinien es nicht „einfacher machen“. Man habe aber die „nicht wenigen Probleme mittlerweile ganz gut gestemmt“ Die Therme solle bis Ende des nächsten Jahres fertig gestellt sein.

Einweihung des neuen Kneippbeckens
Foto: Pfalz-Express/Ahme
Einweihung neues Kneippbeckens
Danach ging es Richtung Gradierbau, wo das neue Kneppbecken eingeweiht wurde.
Nachdem das alte Becken seit 2020 nicht mehr zur Verfügung stand, können sich Gäste und Einheimische nun über das lang ersehnte neue Becken freuen.
Es ist das erste Kneippbecken, welches barrierefrei ist. Es bietet den Gästen die Möglichkeit, nach den Prinzipien Pfarrer Kneipps zu kneippen und dadurch die Gesundheit zu steigern. In der Mitte des Beckens wurde ein Mosaikkunstwerk als neues Stadtkunstobjekt eingeweiht. Staatssekretärin Petra Dick-Walther aus dem Wirtschaftsministerium und Vorsitzende des Fördervereins Gradierbau, hatte das Kneippbecken im Rahmen des Barrierefrei-Projektes der Deutschen Weinstraße finanziell unterstützt.

Ein wunderbarer Blick hinauf zur Michaeliskapelle (rechts der Gradierbau).
Foto: Pfalz-Express/Ahme
10 Jahre Isenach im Kurpark
Im Jahr 2011 startete Bad Dürkheim das Renaturierungsprojekt für die Isenach. Zentraler Bestandteil war die Wiederherstellung der natürlichen Flussdynamik durch die Kurstadt. Am 20. April 2013 wurde die Isenach eingeweiht und feiert damit in diesem Jahr ihr 10jähriges Bestehen. Am Sonntag fanden im Kurpark zahlreiche Events statt – das Pfalzmuseum lud zu kleinen Experimenten im Kurpark ein, außerdem gab es Spiel-und Bastelaktionen der Offenen Kreativ-Werkstatt.
Kunstmarkt am Gradierbau
Am Sonntag fand ein Kunstmarkt mit Fotografie, Malerei, Skulpturen und Schmuck statt. Fortsetzung am Montag. Bei den anwesenden Künstlern konnte und kann man sich über deren Arbeit informieren.
Am 1. Mai findet wie jedes Jahr das Winzerpicknick im Kurpark statt. (desa)
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