Montag, 20. Mai 2024

Bad Bergzabern: „Mit „Püppchen“ und Workshop gegen Essstörungen bei Jugendlichen

29. November 2016 | Kategorie: Kreis Südliche Weinstraße
Möglichst wenig oder gar nichts essen: Magersucht (Anorexie) ist oft schwierig zu behandeln und kann bis zum Tod führen. Symbolbild: Pfalz-Express

Möglichst wenig oder gar nichts essen: Magersucht (Anorexie) ist oft schwierig zu behandeln und kann bis zum Tod führen. Andere Essstörungen sind „Binge-Eating“ (hemmungslose Essanfälle) oder sogar Fettsucht (Adipositas).
Symbolbild: Pfalz-Express

SÜW/Bad Bergzabern – Die Präventionsarbeit des Landkreises nimmt viele Themen aus dem Alltag von Jugendlichen auf.

In Bad Bergzabern hatten nun die beiden Sozialarbeiterinnen der Realschule Plus (Martin Krisch) und der Berufsbildenden Schule SÜW (Katharina Körner-Boos) ein Theaterstück namens „Püppchen“ organisiert.

„Püppchen“ ist ein Stück zur Prävention bei Essstörungen. Eingeladen waren Schüler der 8. Klassen, um sich mit sich selbst und der eigenen Körperwahrnehmung auseinander zu setzen.

Die beiden Theaterpädagoginnen Kerstin Kiefer und Heidrun Oßwald schlüpften in die Rollen von Lena und Shirin, die beide mit unterschiedlichen jugendtypischen Problemen und Herausforderungen kämpfen und einen schlechten Weg gewählt haben, um ihren Frust und ihre Überforderung zu kompensieren.

Das Stück soll Jugendliche dazu anleiten, sinnvolle Wege der Stressbewältigung zu finden, zu erkennen, dass man nicht immer „funktionieren“ muss und zu lernen, wo man sich Hilfe holen könnte.

Dass die Aufführung den Nerv der Jugendlichen getroffen hatte, zeigte sich schon während des Stücks, dem sie aufmerksam und gespannt folgten.

An der Nachbereitung mit den beiden Darstellerinnen nahmen die Schüler mit viel eigenen Erfahrungen und Enthusiasmus teil. Es wurden spielerisch Stressfaktoren- und Bewältigungsmethoden besprochen, die die Schüler in ihren Alltag gut integrieren können.

„Die eigenen Kräfte als Ressource bei Überforderungen und Druck jeglicher Art im Alltag von Jugendlichen zu aktivieren, ist eine der zentralen Aufgaben von Präventionsarbeit“, so der Erste Kreisbeigeordnete Marcus Ehrgott.

Finanziert wurde die Aufführung zum Teil durch die Landeszentrale für Gesundheit (LZG), koordiniert von Christiane Lehr von der Fachstelle Sucht in Landau und aus Geldern, die der Kreis für Präventionsarbeit an Schulen und in der Jugendpflege zur Verfügung stellt. (red)

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